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ZLA für Timmy

10. Juli

ZLA für Timmy

Lies Hebräer 12,5-11

»Halt‘ still, Timmy!«, befahl Kurt. »Ich weiß, du magst es nicht, aber du musst angeleint sein, wenn wir spazieren gehen.« Der ungeduldige, kleine Hund zappelte hin und her, aber endlich sagte Kurt: »Okay, Junge, jetzt können wir gehen.«

Während sie unterwegs waren, zog Timmy immer wieder an seiner Leine, weil er hinter einem Schmetterling herrennen oder das Rascheln in einem Busch untersuchen wollte. »Du hast ja einen sehr lebendigen Hund«, rief Herr Bald aus seinem Garten. »Ja«, stimmte Kurt zu und ging zu Herrn Bald hinüber.

»Wissen Sie was?«, fragte er mit einem Seufzen, »wir müssen vielleicht umziehen, weil Papa seine Arbeit verloren hat. Und letzte Nacht wurde mein Fahrrad gestohlen. Es scheint mir, als würde alles falsch laufen. Ich bin so durcheinander!« Er machte eine Pause, dann fügte er hinzu: »Herr Bald, Sie sind doch Christ. Sagen Sie mir … wenn sich Gott wirklich um mich kümmert, warum hat er es dann zugelassen, dass all diese schlimmen Dinge passieren?«

Während Kurt sprach, zerrte Timmy heftig an seiner Leine. Kurt hob ihn auf und hielt ihn in seinen Armen. »Timmy mag die Leine nicht, stimmt’s?«, bemerkte Herr Bald. »Warum lässt du ihn nicht einfach frei umherstreifen?« Kurt drückte seinen Welpen an sich. »Wenn er frei herumläuft, könnte er überfahren oder von einem großen Hund angegriffen werden oder so ähnlich.«

»Ich vermute, er mag auch andere Dinge, die du tust, nicht immer – wenn du ihn badest, zum Beispiel, oder ihn zum Impfen zum Tierarzt bringst«, deutete Herr Bald an. »Oder wenn du ihn bestrafst, wenn er ungezogen ist.« Kurt brachte ein kleines Lächeln zustande: »Manchmal denkt Timmy, dass ich gemein zu ihm wäre, aber in Wirklichkeit gebe ich ihm ZLA – zärtliche, liebevolle Aufmerksamkeit.«

»Kurt«, sagte Herr Bald, »Gott gibt auch dir ZLA. Er liebt dich bei weitem mehr, als du Timmy liebst, und er weiß, was für dich das Beste ist. Er lässt Prüfungen in deinem Leben zu als eine Art, dich zu erziehen und deinen Glauben an ihn zu stärken. Lerne daraus und vertraue dem Herrn, dass er sich um dich kümmert.«

Genau in dem Augenblick richtete Timmy sich auf und schmiegte seine Schnauze an Kurts Wange. »Siehst du, wie sehr Timmy dich liebt, obwohl du ihn erziehst?«, fragte Herr Bald. »Solltest du Gott nicht dieselbe Antwort geben?«

Wie steht es mit dir?

Fragst du dich, warum Gott eine Prüfung oder ein Problem in deinem Leben zulässt? Gott mag vielleicht das Problem dazu benutzen, um deine Aufmerksamkeit zu erlangen oder dich zu erziehen. Wenn du von einer Sünde weißt, die du bekennen musst, dann tu es. Aber vertraue Gott andererseits, dass er deine Schwierigkeiten gebraucht, um dir etwas beizubringen und dich zu der Person zu machen, die du nach seinem Willen sein sollst. 

Merke

»Siehe, glücklich ist der Mensch, den Gott zurechtweist! So verwirf denn nicht die Züchtigung des Allmächtigen.« Hiob 5,17

Lerne von Gottes Zurechtweisung!

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