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Vorsicht vor den kleinen Füchsen!

2. Dezember

Vorsicht vor den kleinen Füchsen!

Lies Matthäus 18,15.21-22

Sylvia platzte zur Tür herein und warf ihre Bücher polternd auf den Küchentisch. Überrascht schaute ihre Mutter auf. Als sie den verärgerten Ausdruck auf dem Gesicht ihrer Tochter sah, fragte sie sanft: »Was ist denn los, mein Liebling?«

»Es ist tatsächlich etwas los!« Sylvias Worte sprudelten nur so heraus. »Ich werde nie wieder mit Laura reden!« Laura war Sylvias beste Freundin. »Kim hat mir erzählt, dass sie hörte, wie Laura und Anna-Julia über die Inlinerparty letzten Freitagabend gesprochen haben. Ich musste an dem Abend babysitten und Laura sagte mir, dass sie nicht Inliner fahren würde, wenn ich nicht mit kann. Jetzt weiß ich, was für eine Freundin sie ist!«

»Aber Sylvia, ihr Mädchen könnt doch sicherlich eure Freundschaft mit anderen teilen«, legte Mutter logisch dar. »Es ist albern von euch, so eng aneinander gebunden zu sein, dass ihr nirgends hingehen könnt, es sei denn, die andere geht mit.« »Es ist nicht so schlimm, dass sie dahin gegangen ist, Mama, sondern dass sie es mir nicht erzählt hat«, meinte Sylvia traurig.

»Warum rufst du Laura nicht an und sprichst mir ihr darüber?«, riet Mutter ihr sanft. »Es könnte doch einfach nur ein Missverständnis sein und gar nicht das, was du denkst. Weißt du, in der Bibel gibt es einen Vers, der von den kleinen Füchsen spricht, die die zarten Weintriebe kaputtmachen. Willst du, dass ein paar kleine Füchse, die >Tratscherei< und >Eifersucht< heißen, die zarten Triebe deiner langen Freundschaft mit Laura kaputtmachen?«

Das Läuten der Türglocke unterbrach Mutters Worte. Sylvia öffnete die Tür und da stand Laura. »Tag, Sylvia«, sagte sie eifrig, »hat Anna-Julia schon mit dir gesprochen?« Sylvia schüttelte ihren Kopf. »Sie lädt uns Freitagabend zu ihrer Geburtstagsparty ein – es wird eine Inlinerparty«, setzte Laura fort. »Sie hat in der Schule mit mir darüber gesprochen und wird dich heute Abend anrufen.«

»Wirklich?«, freute sich Sylvia. »Ich … ich dachte …« »Komm herein, Laura, und nimm dir ein paar Kekse«, rief Sylvias Mutter dazwischen. Sie schenkte zwei Gläser Milch ein. »Ich bin sicher, dass ihr Mädchen vieles zu bereden habt«, meinte sie, als sie das Zimmer verließ. »Lasst euch die Kleinigkeit schmecken.«

Wie steht es mit dir?

Lässt du zu, dass kleine Dinge Freundschaften kaputtmachen? Glaube an das Beste in deinen Freunden. Wenn sie dir auch manchmal wirklich wehtun: vergib ihnen! Zeige deine Liebe für Gott mit der Art, wie du andere liebst.

Merke

»Seid aber zueinander gütig, mitleidig und vergebt einander, so wie Gott in Christus euch vergeben hat.« Epheser 4,32

Sei ein wahrer Freund!

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