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Von der Strömung erfasst

18. August

Von der Strömung erfasst

Lies Psalm 119,1-12

Thomas und sein Bruder Andy hoben ihre Angelruten auf. »Die Sonne ist heute zu heiß, als dass die Fische anbeissen«, meinte Thomas. Er setzte sich am Flussufer in den Schatten einer Pappel und stieß mit dem Fuß ein großes Stück Holz aus dem Weg. »Ja«, stimmte Andy zu »lass uns schwimmen, bevor wir nach Hause gehen.«

Er legte seine Angel hin und zog sein Hemd aus. Thomas schaute in den kühlen, glitzernden Fluss. »Hier können wir nicht schwimmen.« Er zeigte auf ein Schild: »Siehst du das? Da steht: >Schwimmen verboten! Gefährliche Strömung!<« Andy lachte: »Ich werde vorsichtig sein. Sag es nur nicht Mama und Papa.« Er watete ins Wasser.

Thomas rieb seine schweißnassen Hände an seiner Jeans ab. Er fühlte sich beklommen in seiner Brust, während er seinen Bruder beobachtete. »Du bist abgekühlt«, rief er, »lass uns jetzt nach Hause gehen.« Plötzlich verschwand Andy. Atemlos schaute Thomas hin und her, bis Andys Kopf an der Oberfläche erschien. »Thomas«, keuchte Andy, »hilf mir!«

Thomas sprang auf. Er sah, wie die Strömung Andy weiter vom Ufer wegtrug. Würde er zu seinem Bruder hinüberschwimmen, so würde er auch von der Strömung erfasst werden. »Hilfe!«, schrie er. Er stolperte über den langen Ast. Auf einmal hatte er eine Idee: »Andy! Fang das!«, rief er. Er schleuderte seinem Bruder, der gegen die Strömung ankämpfte, den Ast zu. Andy streckte sich aus und griff nach dem Ast. »Halte dich fest!«, schrie Thomas.

Er zog und zerrte, während der Fluss es ihm schwer machte. Seine Arme schmerzten. »Lass mich helfen«, rief jemand. Thomas schaute auf und sah Herrn Ebert auf sich zulaufen. Gemeinsam zogen sie Andy ans Ufer. Herr Ebert half Andy in seinen Wagen und Thomas kletterte neben ihn. »Ich werde euch nach Hause fahren«, sagte Herr Ebert. »Ich hoffe, du hast eine Lektion gelernt, was das Befolgen von Warnschildern angeht, Andy.«

»Ich dachte, ich würde nur ein kurzes Stück hineingehen«, antwortete Andy, »aber bevor ich es bemerkte, erfasste mich die Strömung.« »Falsche Dinge sind so«, ermahnte ihn Herr Ebert. »Du kannst nicht nur ein kurzes Stück hineingehen. Bevor du es bemerkst, steckst du schon zu tief drin. Es kann sehr schwer werden, wieder herauszukommen.« »Ich werde daran denken«, versprach Andy.

Wie steht es mit dir?

Glaubst du, es wäre in Ordnung, nur einmal zu lügen oder dann und wann bei einer Arbeit zu schummeln? Jeder, der bei einer Sünde erwischt wird, dachte wohl auch so. Gott warnt in der Bibel vor Sünde. Bitte ihn, dir zu helfen, bei Versuchungen Nein zu sagen. Sie sind alle gefährlich.

Merke

»Unterwerft euch nun Gott! Widersteht aber dem Teufel, und er wird von euch fliehen.« Jakobus 4,7

Höre auf Gottes Ermahnungen!

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