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Vogelbabys

16. Juni

Vogelbabys

Lies Johannes 10,1-5

»Sara, ich habe eine Überraschung für dich«, kündigte Vater eines Morgens an. »Komm mit mir!« Sara lief zu ihrem Vater und gemeinsam gingen sie auf die Terrasse hinaus. »Ein paar Finken haben hier ein Nest gebaut«, sagte Vater und zeigte auf eine große Pflanze, die außerhalb des Küchenfensters hing. »Das Weibchen hat fünf Eier gelegt und sie sind alle ausgeschlüpft.«

Saras Augen weiteten sich, als ihr Vater sie auf seine Schultern hob, damit sie ins Nest schauen konnte. »Ich sehe nur einen Haufen Flaum da drinnen«, meinte Sara. »Wo sind die Vogelbabys?« »Schau«, sagte Vater. Er schnalzte mit der Zunge und plötzlich schnellten fünf kleine Köpfchen aus dem Flaum. »Oh«, quiekte Sara, »ich sehe sie! Ich sehe sie! Ihre Augen sind zu.« Nach und nach sanken die Köpfchen in den Flaum zurück.

»Mach das noch mal, Vati«, bettelte Sara. Vater schnalzte noch einmal und die Köpfchen schnellten hoch. In den nächsten Wochen besuchten Sara und ihr Vater die Vögel jeden Tag. Sara beobachtete, wie die Vogelbabys wuchsen. Ihre Augen öffneten sich und sie bekamen neue, längere Federn, aber es wurde immer schwieriger, sie dazu zu bringen, auf Vaters Schnalzen zu reagieren. »Sie lernen, dass ich nicht wirklich ihre Mutter bin, die ihnen das Futter bringt«, sagte Vater, als Sara ihn deswegen fragte. »Sie wissen, dass ich nur mit ihnen herumspiele.«

Er lächelte seine Tochter an und fügte hinzu: »Wir sind diesen Vogelbabys ähnlich. Wir müssen lernen, denjenigen zu erkennen, der uns sagt, was wir tun sollen. Wir müssen in der Lage sein, Gottes Stimme zu erkennen.« »Wirklich?«, fragte Sara. »Wie tun wir das?« »Indem wir im Gottesdienst und in der Sonntagsschule von Gott lernen und indem wir auf sein Wort hören und es uns merken«, sagte Vater. »Satan ist derjenige, der mit uns herumspielt. Ich weiß, dass Jesus will, dass wir gute Dinge tun«, meinte Sara, »und Satan versucht uns zu verleiten, schlechte Dinge zu tun.«

»Das klingt, als ob du schon dabei wärst zu lernen, Gottes Stimme zu erkennen«, sagte Vater mit einem Lächeln.

Wie steht es mit dir?

Hast du gelernt, Gottes Stimme zu erkennen? Je mehr du die Bibel studierst, desto leichter ist es, zwischen dem Wahren und dem Falschen zu unterscheiden. Je mehr du von Gott lernst, desto leichter ist es zu erkennen, wenn er etwas von dir getan haben möchte.

Merke

»Also ist der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch das Wort Christi.« Römer 10,17

Höre auf Gottes Stimme!

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