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»Seitenverkehrte« Zeiten

10. Dezember

»Seitenverkehrte« Zeiten

Lies Römer 8,31-39

»Aber warum musste Lux sterben?«, jammerte der achtjährige Gero. Lux war der treue, alte Hund der Familie. »Er war ein Held. Erinnerst du dich, als Oliver sich verlaufen hatte und Lux ihn im Wald spielend fand? Und weißt du noch, als ich so krank war? Lux blieb jeden Tag in meinem Zimmer, bis es mir besser ging. Sogar du warst nicht so viel da wie Lux, Mama. Warum musste er sterben?«

»Auch ich wünschte, wir hätten Lux noch länger bei uns gehabt«, antwortete Mutter traurig, »aber er war sehr alt und sein Körper war verbraucht. Lass uns versuchen, dankbar für die Zeit zu sein, in der wir ihn hatten.« »Aber …« Gero wollte gerade noch eine schwierige Frage stellen, als sein vier Jahre alter Bruder Oliver ins Zimmer gerannt kam.

»Brummmm!«, rief Oliver, während er zwischen den Wohnzimmersesseln hin- und herflitzte und vor Gero und seiner Mutter zum Stehen kam. Er trug ein gelb-blaues Hemd mit dem Namen und dem Symbol der örtlichen Schule. Aber Olivers Hemd zeigte ein wahres Durcheinander an bunten Fäden, anstelle des lebhaften Bildes.

»Dein Hemd ist seitenverkehrt, Oliver«, fuhr Gero ihn verärgert an, weil er unterbrochen wurde. »Ja, das ist es, aber schau es dir näher an, Gero«, schlug Mutter ihm nachdenklich vor. »Vielleicht kann Olivers Hemd deine Fragen wegen Lux beantworten.«

Sanft bat sie Oliver, stillzuhalten, damit sie sein Hemd besser ansehen konnten. »Diese Knoten und losen Fäden auf der Innenseite zeigen, wie uns die Enttäuschungen des Lebens vorkommen. Wenn jemand, den wir lieben, stirbt oder wenn etwas passiert, von dem wir denken, es sei schlimm, dann schaut das ganze Muster wie ein hässliches Wirrwarr aus«, meinte sie. Mutter drehte das Hemd herum und sagte: »Aber schau, was Gott auf seiner Seite macht: Er gebraucht dieselben Fäden, um daraus etwas Schönes entstehen zu lassen. Jeder Fehler und jede Enttäuschung trägt dazu bei, ein schönes Muster hervorzubringen. Gott sagt, dass >denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken<.«

Wie steht es mit dir?

Ist ein Freund oder ein Familienmitglied fortgegangen und du fühlst dich verlassen? Vielleicht ist es dieses Jahr nicht so gut in der Schule gelaufen oder man hat dich nicht in deine Lieblingsmannschaft aufgenommen. Solche Dinge tun weh, aber lerne in diesen »seitenverkehrten« Zeiten von Gott! Vertraue darauf, dass er sie benutzt, um aus deinem Leben etwas Schönes zu gestalten.

Merke

»Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach seinem Vorsatz berufen sind.« Römer 8,28

Gott wirkt zu deinem Besten!

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