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Papas Mädchen

17. Dezember

Papas Mädchen

Lies Römer 8,12-17

»Mama, wem sehe ich ähnlich?«, wollte Theresa wissen, während sie ihrer Mutter beim Frisieren zuschaute. »Was meinst du damit, Theresa?«, fragte Mutter. »Duck‘ dich«, fügte sie hinzu und griff nach dem Haarspray. »Ich sehe wie ein >Duck-dich< aus«, lachte Theresa, denn sie wusste, dass ihre Mutter damit meinte: »Kopf weg, oder du wirst eingesprüht.« Mutter musste auch lachen. »Du weißt schon, habe ich deine Augen oder Papas Nase, oder so?«, fragte Theresa.

Lange schaute Mutter Theresas Gesicht an, dann betrachtete sie sich selber im Spiegel. »Ich würde sagen, du hast mehr Ähnlichkeit mit deinem Vater – jeden Tag mehr«, meinte sie gedankenvoll. Theresas Vater war verstorben, als sie noch sehr klein war. »Du erinnerst mich sehr an deinen Vater. Du siehst ihm nicht nur ähnlich, du benimmst dich auch wie er. Du isst fast so schnell, wie er es tat«, neckte Mutter sie, während sie zum Frühstück in die Küche gingen.

»Ist es nicht merkwürdig«, meinte Theresa, als sie den Tisch deckte, »dass ich Papa fast gar nicht gekannt habe, aber jetzt sehe ich aus wie er und benehme mich wie er? Ich mag sogar die gleichen Dinge wie er essen – Spargel und Rüben und Sandwiches mit Gurken und Erdnussbutter! Wie kann ich ihm so ähnlich sein, wenn er doch nicht hier ist, um mir all das beizubringen?« »Ich denke, das ist ganz natürlich, weil du ein Teil von Papa bist«, meinte Mutter, während sie den Orangensaft eingoss.

»Und außerdem habe ich dir meine Erinnerungen an Papa mitgeteilt, du hast seine Briefe an mich gelesen und unsere Fotoalben gesehen.« Sie lächelte Theresa an, als sie hinzufügte: »Ein Kind Gottes zu sein ist so etwas Ähnliches. Wir sehen Gott nicht, aber wir handeln wie er, weil wir ein Teil von ihm sind und er ein Teil von uns ist. Wir lesen in seinem Wort von ihm, wir bekommen durch andere Christen flüchtige Eindrücke von ihm und wir reden davon, was er getan hat.«

Mutter drückte Theresas Hand: »Lass uns Gott bitten, uns zu helfen, ihm heute ähnlicher zu werden!«

Wie steht es mit dir?

Können andere Menschen erkennen, wer dein Vater ist, wenn sie dich und dein Verhalten ansehen? Ist es ihnen leicht zu erkennen, dass du ein Kind Gottes bist? Bitte Gott darum, dem Herrn Jesus ähnlich zu werden, damit andere deinen himmlischen Vater in dir erkennen können.

Merke

»Damit ihr tadellos und lauter seid, unbescholtene Kinder Gottes inmitten eines verdrehten und verkehrten Geschlechts, unter dem ihr leuchtet wie Himmelslichter in der Welt.« Philipper 2,15

Handle wie ein Kind Gottes!

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