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Machtvolle Worte

24. April

Machtvolle Worte

Lies Epheser 4,29-32

Peng! Die Tür knallte hinter Marina zu. Vater schaute von seiner Zeitung auf. »Es scheint, als wäre Marina in letzter Zeit immer nur gereizt«, erzählte Mutter ihm. »Es ist so friedlich, bis sie nach Hause kommt. In nur fünf Minuten bringt sie Henning zum Heulen und mich aus der Fassung. Nichts und niemand kann sie zufriedenstellen.«

Vater faltete die Zeitung zusammen. »Ist das typisch für einen Teenager?« Mutter zuckte die Achseln. »Vielleicht«, meinte sie, »aber wir können damit nicht noch weitere sieben Jahre leben. Marina muss lernen, ihr Temperament und ihre Zunge zu zügeln.« Da platzte der fünfjährige Henning in die Küche herein. »Marina hat meine Stifte auf den Boden geschmissen und mich einen Balg geschimpft«, sagte er und schluchzte.

Müde seufzend versprach Mutter: »Ich werde mit ihr reden, Henning. Würdest du bitte auf Opa Rolf warten? Er müsste jeden Moment zum Abendessen hier sein.« »Opa Rolf kommt! Juhuuu!« Seine Probleme waren vergessen und hüpfend lief er den Flur hinunter. Während des Abendessens lachten und unterhielten sich alle – sogar Marina. »Ich bin froh, dass du hier bist, Opa«, sagte Marina lächelnd, »wir fühlen uns alle so wohl mit dir.« »Das kommt daher, weil er lustige fröhliche Dinge sagt«, bemerkte Henning.

Der ältere Herr winkte dem kleinen Jungen zu. »Lasst uns ein kleines Quiz veranstalten. Marina, wie hat Gott die Welt erschaffen?« Marina dachte einen Augenblick nach. »Er hat nur gesprochen und sie war da«, antwortete sie. Opa nickte. »Richtig. In Hebräer 11,3 steht, dass die Welten durch Gottes Wort geschaffen wurden. Das Interessante dabei ist, dass Gott auch uns die Fähigkeit geschenkt hat, mit Worten schöpferisch zu sein. Wir können Glück oder Schwermut erschaffen.«

»Marina macht mit ihren Worten Stürme«, behauptete Henning. Mutter warf ihm einen mahnenden Blick zu. »Aber du machst Sonnenschein, Opa«, fuhr Henning fort, »deshalb finden wir es toll, wenn du uns besuchen kommst.« Und ausnahmsweise stritt Marina diesmal nicht.

Wie steht es mit dir?

Was erschaffst du mit deinen Worten? Freuen sich die Leute, wenn sie dich kommen sehen? Oder freuen sie sich, wenn sie dich gehen sehen? Worte sind machtvoll. Pass auf, wie du sie gebrauchst! 

Merke

»Lass die Reden meines Mundes und das Sinnen meines Herzens wohlgefällig vor dir sein, HERR, mein Fels und mein Erlöser.« Psalm 19,15

Gebrauche deine Worte weise!

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