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Licht in der Dunkelheit

31. Oktober

Licht in der Dunkelheit

Lies Psalm 119,105-112

Hennings Herz raste. Er war von seinem neuen Schlafzimmer im Keller begeistert, aber er hatte nicht damit gerechnet, mitten in der Nacht aufstehen zu müssen. Jetzt befand er sich irgendwo zwischen seinem Zimmer und der Treppe, die zum Badezimmer nach oben führte.

Henning tastete nach der Wand, aber sie war nicht da. Er ging einige Schritte vorwärts und hielt dann auf seinem Weg an. Er war sich fast sicher, dass er etwas gesehen hatte, das sich in der Ecke bewegte! Er war jetzt sechs Jahre alt, also glaubte er nicht mehr an Gespenster und Monster. Trotzdem …

Henning drehte sich schnell um, aber er stolperte über etwas, das vor ihm auf dem Boden lag, und fiel hin. Sein Schrei ertönte wie ein Echo durch das Haus. Bald darauf lag Henning sicher in Mutters Armen in der gut beleuchteten Küche. Endlich war er in der Lage, darüber zu lachen, wie er im Wäscheraum gelandet und in den Wäschekorb gefallen war. »Warum hast du denn das Licht nicht angeschaltet?«, fragte Mutter. Henning zuckte mit den Schultern. »Ich konnte den Schalter nicht finden«, lachte er.

Mutter stand auf, öffnete eine Schublade und nahm eine Taschenlampe heraus. »Henning, möchtest du diese Taschenlampe in deinem Zimmer haben? Wenn du dann aufstehen musst, kannst du sie benutzen, um zu sehen, wo du hingehst.« Henning grinste und nickte.

Mehrere Male knipste er die Taschenlampe an und aus. »Mami? Hast du jemals Angst?«, wollte er wissen. Lächelnd sagte Mutter: »Natürlich habe ich das.« »Benutzt du dann auch eine Taschenlampe?«, fragte Henning ernst. »Auf eine gewisse Weise schon«, meinte Mutter. »Gott sagt in der Bibel, dass sein Wort wie ein Licht auf unserem Weg ist. Es hilft uns, während wir weitergehen. Wenn ich Angst habe, dann denke ich zum Beispiel an Verse wie Josua 1,9. Dort steht: >Erschrick nicht und fürchte dich nicht! Denn mit dir ist der HERR, dein Gott, wo immer du gehst.< Das hilft mir.«

Sie drückte Henning an sich. »Das wäre auch für dich ein guter Merkvers«, fügte sie hinzu. Henning nickte und gemeinsam wiederholten sie ihn mehrere Male. Hennings Taschenlampe leuchtete hell auf den Stufen zurück in sein Zimmer. Er sagte sich selber den Vers vor. Geführt von seiner Taschenlampe und dem Licht des Wortes Gottes fühlte er sich sicher.

Wie steht es mit dir?

Hast du manchmal vor gewissen Dingen Angst? Bist du nicht sicher, was du tun sollst, wenn du ein Problem hast? Wende dich Gottes Wort zu, studiere es und gebrauche es, damit es dich leitet. Lass die Bibel dein Licht sein.

Merke

»Kommt, lasst uns im Licht des HERRN leben.« Jesaja 2,5

Lass dich von Gott leiten!

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