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Jonathans Bad

13. Mai

Jonathans Bad

Lies Psalm 51,1-12

Jonathan nahm Vaters Rasierwasser und spritzte es auf sein Gesicht, bevor er das Badezimmer verließ. »Was rieche ich da?«, fragte Mutter, als sie etwas später Jonathans Zimmer betrat. »Er hat Papas Rasierwasser genommen«, rief Sophie aus ihrem eigenen Zimmer heraus. »Er hat schon wieder nicht gebadet.«

Mutter überprüfte das Badezimmer. »Die Handtücher sind feucht.« »Aber er hat vergessen, die Seife nass zu machen«, tratschte Sophie, »er ist so ekelhaft!« Sophie konnte einfach nicht verstehen, warum ihr Bruder es hasste, sich zu baden. Häufig machte er nur seinen Waschlappen und das Handtuch nass, um vorzugeben, sich geduscht zu haben.

Mutter setzte sich auf Jonathans Bettkante. »Sophie, komm her zu uns«, rief sie. Mutter hielt ein Stück Seife in der einen Hand und das Rasierwasser in der anderen. »Ich hasse es, mich zu baden«, verteidigte sich Jonathan. »Du bist so wiederlich«, sprudelte Sophie hervor. »Schhhhh.« Mutter hielt ihren Finger hoch. »Wisst ihr, wenn wir Parfüm oder eine Lotion auftragen, anstatt uns zu waschen, riechen wir gut, aber der Schmutz bleibt«, sagte sie. »Wie bei Jonathan«, beschuldigte Sophie ihn und rümpfte ihre Nase. »Er überdeckt den Geruch, während sich Schmutz und Gestank bilden.«

»Ja, und Jonathan wird sich jetzt waschen gehen«, befahl Mutter, indem sie ihren Sohn streng ansah. »Es ist wichtig, unsere Körper rein zu halten; aber da fällt mir ein, dass wir auch über etwas noch Wichtigeres nachdenken sollten. Genauso wie unsere Haut schmutzig wird, werden unser Leben und unser Herz auch schmutzig – nur ist dieser Schmutz Sünde. Dinge wie Stolz oder eine anklagende, lieblose Haltung fallen in diese Kategorie, ebenso die Tatsache, deine Mutter zu enttäuschen.«

Sophie und Jonathan fühlten sich beide schuldig. »So wie Jonathan gern den Schmutz überdeckt, indem er etwas gut Riechendes aufträgt, überdecken oder vertuschen wir alle manchmal gern die falschen Dinge, die wir tun«, fuhr Mutter fort. »Wir müssen lernen, Gott unsere Sünden zu bekennen. Dann vergibt er uns und wäscht uns weiß wie Schnee.«

Wie steht es mit dir?

Versuchst du, deine Sünden zu vertuschen? Gott kann durch jede Vertuschung hindurchsehen. Du musst Gott deine Sünden bekennen. Traue ihm zu, dass er dein Herz und dein Leben »wäscht« und dich reinigt, so wie er es für richtig hält.

Merke

»Wasche mich völlig von meiner Schuld, und reinige mich von meiner Sünde.« Psalm 51,4

Bekenne deine Sünden!

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