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Hörst du zu?

24. Mai

Hörst du zu?

Lies Jakobus 1,22-25

Jochen schloss das Garagentor auf, schwenkte es nach oben und klemmte seine Schulbücher auf den Gepäckträger seines Fahrrades. Er hatte gerade seine Spiegel ausgerichtet, als er hörte: »Jochen! Oh J o c h e n!« Ich vermute, Mami will, dass ich noch was für sie erledige, bevor ich zur Schule gehe, dachte Jochen. Ich werde einfach so tun, als ob ich sie nicht höre – ich möchte noch Zeit zum Spielen haben.

Als Jochen leise aus der Garage herausschlich, konnte er seine Mutter immer noch reden hören. Es schien, als würde sich an diesem Tag die Schule nur so hinziehen, aber endlich schloss er seinen Spind zum letzten Mal und machte sich auf den Heimweg. Ich vermute, dass Mami bestimmt etwas für mich zu tun hat, dachte er seufzend. Ich habe aber einfach keine Lust, an so einem heißen Tag zu arbeiten!

Als Jochen die Küchentür öffnete, schaute Mutter überrascht auf. »Jochen, ich dachte, du wärst mit Opa zum Angeln gegangen«, sagte sie. »Er rief an, gerade als du das Haus verlassen hattest. Du warst noch in der Garage, als ich nach dir rief, und ich war sicher, dass du mich gehört hättest. Ich habe ihm am Mittag deine Reisetasche und Angelrute gebracht und du solltest direkt nach der Schule zu ihm gehen.«

Während Jochen seine Mutter anschaute, dachte er daran, wie er bewusst nicht hingehört hatte, als seine Mutter nach ihm rief. »Ich glaube, ich habe mir eine gute Zeit entgehen lassen, nicht wahr, Mami? Es ist mein eigener Fehler; ich habe nicht zugehört«, war alles, was Jochen sagte.

Jochen drehte sich um und stolperte die Stufen zu seinem Zimmer hinauf. Große Schluchzer erstickten sich in seiner Bettdecke, während er sich ausmalte, wie Großvater in diesem Moment auf dem Fluss in seinem Boot saß. Ab jetzt werde ich zuhören, wenn mit mir gesprochen wird, dachte er. Und ich werde aufhören, vor Arbeit davonzulaufen.

Mit einem entschiedenen Gesichtsausdruck stand er auf und rannte in die Küche hinunter. »Mami«, sagte er, »gibt es irgendetwas, das ich für dich tun kann?« Mutter schaute Jochen an, sah seine roten, tränenunterlaufenen Augen und drückte ihn zärtlich an sich. »Natürlich, Jochen«, sagte sie. »Lass uns losgehen und Opa suchen!«

Wie steht es mit dir?

Hörst du wirklich auf deine Eltern? Es ist wichtig, dass du es tust. Es ist sogar noch wichtiger, auf Gott zu hören. Er gebraucht Eltern, Lehrer und die Bibel, um zu denen zu sprechen, die zuhören wollen. Wenn du zuhörst, wie du es solltest, wird es dein Verhalten beeinflussen. Höre also heute auf Gott. Er versucht vielleicht gerade, dir etwas ganz Wichtiges zu sagen!

Merke

»Seht nun zu, wie ihr hört.« Lukas 8,18

Höre Gott zu!

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