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Gottes helfende Hände

19. Juli

Gottes helfende Hände

Lies 2. Korinther 4,1-7

»Warum müssen wir Herrn Adam abholen?«, fragte Benjamin. »Das Altersheim liegt doch nicht in unserer Nähe.« »Wenn wir ihn nicht abholen, dann wird er nicht zum Gemeindepicknick mitkommen können«, antwortete Vater, während er fuhr. »Außerdem macht es ihn glücklich, wenn er von Zeit zu Zeit mit einer Familie zusammen ist. Das ist eine kleine Aufgabe, die wir für den Herrn Jesus erledigen können.«

Benjamin dachte darüber nach. »Das ist aber eine komische Art, dem Herrn Jesus zu helfen«, beschloss er. Grinsend fügte er hinzu: »Gott könnte Herrn Adam doch mit einem fliegenden Teppich zum Picknick mitnehmen, wenn er wollte. Gott braucht uns doch nicht wirklich, nicht wahr?«

Gerade in dem Moment kamen sie am Altersheim an. Herr Adam stand draußen und wartete – genauso, wie er es an jedem Sonntag tat, wenn sie ihn zum Gottesdienst abholten. Aber heute hielt er eine kleine braune Tüte in der Hand, die er in der Luft schwenkte. »Ich habe mich an das Picknick erinnert«, sagte er. »Ich bringe etwas zum Mittagessen mit.«

Im Park breitete Benjamins Familie das Essen auf einem Picknicktisch aus. Sie hatten gebratenes Hühnchen, Kartoffelsalat, Brötchen, Eingemachtes, Sellerie, Karotten, einen riesigen Schokoladenkuchen mit Kirschen darauf, Limonade und eine Wassermelone mitgebracht.

Benjamin sah, wie Herr Adam seine Tüte am Nachbartisch öffnete. Er nahm die Hälfte eines Schinkenbrotes heraus. Benjamins Mutter ging zu Herrn Adam hinüber und sagte: »Essen Sie doch bitte nicht allein, Herr Adam. Kommen Sie! Bringen Sie ihr Essen und stellen Sie es zu unserem. Es ist genug da.«

Herr Adam schmunzelte und kam an Benjamins Tisch. Vorsichtig legte er sein Schinkenbrot neben den Korb mit den goldfarbenen Brötchen. Sie beteten und begannen zu essen. Zu Benjamins Überraschung griff seine kleine Schwester Susie gleich nach dem Schinkenbrot.

Benjamins Vater beugte sich zu seinem Sohn vor. »Benjamin«, flüsterte er, »wir >helfen< Gott auf die gleiche Weise, wie Herr Adam uns >hilft<. Gott hat alle Macht und alle Mittel, aber er erlaubt uns auch, dass wir unsere Bemühungen einbringen. Wir bringen fast gar nichts zu Gott, aber er gebraucht dennoch, was wir bringen, und wir erhalten große Segnungen von ihm.«

Wie steht es mit dir?

Glaubst du, der Herr braucht deine Hilfe nicht, um seinen Willen auf Erden zu tun? Er ist allmächtig, trotzdem hat er sich entschieden, deine kleinen Bemühungen zu gebrauchen, um große Segnungen hervorzubringen. Danke ihm für das Recht, ihm dienen zu dürfen. Sei ihm eine »helfende Hand«.

Merke

»Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überragende Größe der Kraft von Gott sei und nicht aus uns.« 2. Korinther 4,7

Du kannst Gott dienen!

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