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Genau wie Vati

4. März

Genau wie Vati

Lies Epheser 4,30-32; 5,1-8

Als Klaus eines Tages mit seinem Vater beim Einkaufen war, kam ein älterer Mann auf sie zu. »Entschuldigen Sie bitte«, sagte der Mann. »Ich bin Wilhelm Koch. Ich habe Sie beide beobachtet und ich kann nicht umhin festzustellen, wie sehr Sie beide einem Schulfreund ähneln, den ich vor Jahren hatte. Sein Name war Klaus Neumann. Sind Sie mit ihm verwandt?«

»Das ist ja mein Name und auch der meines Vaters!«, platzte Klaus heraus. »Das ist Klaus Neumann Junior und ich bin der Dritte«, fügte er stolz hinzu. »Aber Sie sehen zu alt aus, um mit Vati in die Schule gegangen zu sein.« Die beiden Männer lachten. »Ich bin sicher, dass dieser Herr von deinem Großvater spricht, Klaus«, erklärte Vater.

»Ich wusste, dass Sie mit ihm verwandt sind«, sagte Herr Koch, nachdem sie sich eine Weile unterhalten hatten. »Ihr Junge hier sieht mit seinen roten Haaren und den Sommersprossen fast genauso aus wie der alte Klaus damals auf dem Gymnasium. Sie beide gehen und sprechen auch so wie er.«

Nachdem Herr Koch weggegangen war, lächelte Vater Klaus zu. »Das war ein richtiges Kompliment, Klaus, als der Sohn meines Vaters erkannt zu werden«, sagte er. »Ich habe ihn immer sehr bewundert und ich vermute, dass ich seine Art mehr kopiert habe, als mir bewusst war. Ich bin wirklich stolz, so wie Vati zu sein.« »Mensch, das war ja toll!«, meinte Klaus. »Herr Koch hat Opa jahrelang nicht gesehen und trotzdem erkannte er, wie sehr wir beide ihm ähnlich sind.«

Vater wurde sehr nachdenklich. »Es gibt noch jemanden, dem wir ähnlich sein sollen, Klaus«, sagte er. »In der Bibel steht, dass wir >Nachahmer Gottes als geliebte Kinder< sein sollen. Die Menschen sollen erkennen können, dass Gott unser Vater ist, indem sie einfach nur unsere Taten sehen und unsere Worte hören.«

»Aber Gott ist perfekt, er kann alle möglichen Wunder tun«, meinte Klaus. »Wir können nicht genauso sein wie er.« »Das ist wahr«, stimmte Vater zu, »aber mit Gottes Hilfe können wir anderen Menschen seine Liebe, Freundlichkeit und Vergebung zeigen. Wir sollten auch unser Bestes tun, um ohne Sünde zu leben. Dann werden bestimmt einige Menschen sagen: >Da geht ein Kind Gottes.<«

Wie steht es mit dir?

Hat man dir schon einmal gesagt, dass du wie einer deiner Eltern aussiehst, so sprichst oder dich so benimmst? Können die Menschen an dir ebenfalls erkennen, dass du ein Kind Gottes bist? Auf jede mögliche Weise sollen Christen wie ihr himmlischer Vater sein. Schließlich ist dies der einzige Weg, dass die Menschen erkennen können, wie Gott wirklich ist.

Merke

»Seid nun Nachahmer Gottes als geliebte Kinder!« Epheser 5,1

Sei deinem himmlischen Vater ähnlich!

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