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Friede auf Erden

1. Dezember

Friede auf Erden

Lies Lukas 2,8-16

»Dieses Haus ist wie ein Kriegsschauplatz«, ärgerte sich Mutter, »Lärm, Streiterei und Gezanke. Oh, was gäbe ich für etwas Frieden und Ruhe!«

Genau in dem Moment schlug Annette die Tür hinter sich zu, als sie ins Zimmer kam. »Was ist jetzt?«, wollte Mutter wissen. »Kannst du dir denken, wer die Rolle der Maria im Weihnachtsspiel bekommen hat?«, fragte Annette sarkastisch. »Marina, natürlich, und sie sagte, sie wolle sie noch nicht einmal! Ich bin der Vorleser … wieder einmal!«

Vater schaute auf: »Ist Marina nicht deine beste Freundin?« Annette verzog ihre Lippen. »Sie war meine beste Freundin«, korrigierte sie ihn. Mit einem finsteren Gesicht ging sie auf ihr Zimmer.

Während die vierjährige Sandra etwas später ihrer Mutter beim Verzieren der Kekse half, übte sie ihre Rolle für das Weihnachtsprogramm ein: »Herrlichkeit Gott in der Hö … Höhe, und Friede auf Erden in den … in den Menschen seines Wohlgefallens!«, sagte sie. Dann wollte sie wissen: »Mami, hat Maria für den Herrn Jesus Babykleidung im Kinderladen >Wohlgefallen< gekauft?« Lachend sagte Mutter: »Nein, mein Schatz. Zu Jesu‘ Zeiten gab es die >Wohlgefallen-Läden< noch nicht.«

»Mama«, sagte Annette, als sie in die Küche zurückkehrte, »wann kommen Tante Edda und Onkel Karl?« Mutter runzelte ihre Stirn und antwortete kurz angebunden: »Sie kommen nicht.« »Sie kommen nicht?«, stieß Annette hervor. »Warum nicht? Ohne sie ist Weihnachten kein Weihnachten!«

Als Mutter nichts erwiderte, schaute Annette sie misstrauisch an und fragte: »Hast du seit Urgroßmutters Beerdigung nicht mehr mit Tante Edda gesprochen? Bist du immer noch wütend wegen dieses Albums?« »Ich möchte lieber nicht darüber reden«, antwortete Mutter eisig. »Du bist wütend auf Tante Edda«, bemerkte Sandra, »und Annette ist wütend auf Marina. Ich weiß nicht, auf wen ich wütend bin.«

Sie nahm das Üben ihrer Verse wieder auf. »Friede auf Erden in den Menschen seines Wohlgefallens!« Seufzend wiederholte Mutter leise: »Friede auf Erden in den Menschen seines Wohlgefallens! Ich könnte etwas Frieden gebrauchen.« Sie ging zum Telefon. »Ich werde Tante Edda anrufen. Es ist für die beiden noch nicht zu spät, zu Weihnachten herzukommen.«

Annette lächelte: »Wirklich? Dann werde ich Marina anrufen«, beschloss sie. »Vielleicht darf sie herkommen und beim Kekseverzieren helfen.«

Wie steht es mit dir?

Hegst du in deinem Herzen schlechte Gefühle einem bestimmten Menschen gegenüber? Gibt es jemanden, mit dem du Frieden schließen solltest? Jesus kam, um Frieden auf Erden zu bringen. Er möchte, dass du Frieden in deinem Herzen trägst und mit anderen in Frieden lebst.

Merke

»Haltet Frieden untereinander!« 1. Thessalonicher 5,13

Lebe mit anderen in Frieden!

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