Home   Bibelpiloten   Kurzgeschichten   Frau Häusers neue Regel

Frau Häusers neue Regel

2. Februar

Frau Häusers neue Regel

Lies 2. Mose 20,3-17; Jakobus 2,10

»Frau Häuser hat heute eine Liste neuer Klassenregeln aufgestellt«, beschwerte sich Gregor bei seinen Eltern. »Sie sagt, sie sei es Leid, dass sich jeder aufspielt. Aber diese Regeln sind unmöglich. Und sie weist uns ganz hart zurecht, wenn wir eine Regel brechen.« »Nun, dann sieh lieber zu, dass du die Regeln lernst und sie befolgst«, erwiderte Vater.

Am nächsten Tag brach Gregors Bleistiftspitze in der Schule ab. Er schaute flüchtig nach Frau Häuser. Sie sah nicht in seine Richtung und so tippte er seinem Freund Jan auf die Schulter. »Hast du noch einen anderen Bleistift?«, flüsterte Gregor. »Gregor Kaiser«, wetterte Frau Häuser. »Du sollst im Unterricht nicht flüstern! Du hast eine Regel gebrochen und musst bestraft werden. Von morgen an wirst du für drei Tage lang nachsitzen.«

Gregors Erklärungen waren zwecklos. Als Gregors Eltern davon hörten, schüttelte Mutter ihren Kopf. »Das ist zu dumm«, sagte sie mitfühlend, »aber du kanntest die Regel und kannst dich also nicht beschweren.«

Vater holte seine Bibel heraus und sagte: »Lasst uns heute Abend einige der Regeln nachlesen, die Gott uns gab.« Er schlug 2. Mose 20 auf und las die dort beschriebenen Gesetze vor. »Niemand konnte diese Regeln je halten«, meinte Vater. »Und Gott setzte auch das Strafmaß für den Ungehorsam gegen seine Regeln fest.« »Waren die genauso schlimm, wie die von Frau Häuser?«, fragte Gregor. »Manchmal war die Strafe der Tod«, antwortete Mutter. »Sünde ist für Gott ein furchtbares Vergehen. Und das letzte Urteil für Sünde ist der ewige Tod; das bedeutet, zur Strafe für alle Zeiten in der Hölle zu sein.«

»Aber Jesus hat die Strafe für unsere Sünden bezahlt«, fügte Vater hinzu. »Wir können jetzt Gottes Gnade erfahren anstelle der Strafe, die wir verdienen. Wir müssen einfach nur annehmen, was Jesus für uns getan hat.« Mutter nickte: »Obwohl Gott von seinen Kindern erwartet, dass sie ihr Bestes geben, ihm zu gehorchen, brauchen wir keine ewige Strafe zu befürchten. Jesus hat unsere Strafe auf sich genommen.«

»Ich wünschte, jemand könnte meine Strafe von Frau Häuser auch auf sich nehmen«, fügte Gregor mit einem Grinsen hinzu.

Wie steht es mit dir?

Ist dir bewusst, dass du Gottes Regeln gebrochen hast? Du verdienst die Strafe, die auf Ungehorsam folgt, aber Jesus hat diese Strafe auf sich genommen. Die neue »Regel« ist, dass du annehmen musst, was er für dich getan hat. Hast du das gemacht?

Merke

»Also gibt es jetzt keine Verdammnis für die, welche in Christus Jesus sind.« Römer 8,1

Jesus hat deine Strafe auf sich genommen.

Zurück zur Übersicht