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Es geschah am vierten Tag

Überwältigt sitzen sie im Planetarium einer großen Sternwarte in der Nähe von Hamburg. Auf dem Programm: Der Stern von Bethlehem. Die Besucher sollten an diesem Abend etliches über Sternkunde erfahren. Herr Wagner saß mit seinen Kindern, Renate und Christa, in der fünften Reihe.

„Und diesen Stern, den gibt es wahrscheinlich gar nicht mehr, der ist schon längst verglüht“, murmelte der Redner bei seinem Vortrag, indem er auf einen künstlichen Sternenhimmel mit seinem Stock zeigte. „Millionen Lichtjahre entfernt, Milliarden von Sterne im unendlichen Raum des Kosmos“, sagte der Mann schwärmend. Die Zahlen, die er bei seiner interessanten Vorführung erwähnte, wirbelten herum.

„Papa, ist Gott wirklich so mächtig und gewaltig?“ fragte Renate.

„Klar, selbstverständlich ist Gott groß, und alles was er sagt, das stimmt und … wenn auch Sterne verglühen, Gottes Liebe verglüht nicht!“ antwortete Herr Wagner.

„Und warum sagt der Mann mit keinem Ton, daß Gott das alles geschaffen hat?“ fügte Christa hinzu.

„Nun, vielleicht weiß der Mann gar nicht, daß Gott Himmel und Erde und die Sterne und Sonne und, tja, eben alles gemacht hat. Na, Renate, rate mal: An welchem Tag hat Gott die Sterne geschaffen?“

„Am vierten Tag!“ Doch es war nicht Renate, die antwortete, sondern der Redner vorne, der sich kurz in das Gespräch einschaltete.

„Pooh, der weiß das ja auch!“

„Das ist ja prima, daß der Mann es auch weiß, jedoch viele Menschen in dieser Welt wissen’s nicht.“ Leise senkte Herr Wagner seinen Kopf nahe ans Ohr von Renate. „Obwohl Weihnachten ist und helle Metall-Sterne am Baum hängen, glauben viele nicht an den größten Stern, nämlich Jesus. Die sagen, alles sei im Laufe von Millionen und Milliarden Jahren von selbst oder durch einen Knall entstanden …“, betonte Herr Wagner.

„Da muß einer schon viel Phantasie haben, wenn alles so sauber geordnet seine Bahn und Umlaufbahn geht, und der würde sagen, daß alles so zufällig geht“, räusperte Christa verständnislos.

„Psst, seid mal still“, sagte Herr Wagner zu seinen beiden Töchtern. Doch plötzlich fing er selbst nochmal an zu reden und sagte: „Doch höher als Sterne und faszinierender als die Milchstraße sind wir Menschen. Gott hat uns Menschen sehr gut geschaffen. Er will Gemeinschaft durch Jesus mit uns haben. Ihr beiden seid wichtiger als Sterne!“ meinte Herr Wagner noch in einem Nachsatz.

„Wichtiger?“ fragte Renate.

„Ja, wichtiger als alles: Jesus gab sein Leben für die Menschen, damit sie erlöst werden von der Schuld. Gott will eine lebendige Beziehung zu dir haben!“

Nach der Veranstaltung liefen Wagners Kinder mit dem Kopf nach oben in Richtung S-Bahn.

„Herr Jesus, du bist einmalig und kannst alles, einfach alles – du bist höher als die Sterne“, sagten die Kinder erstaunt.

„Stolpert nicht!“ mahnte Herr Wagner. Ein sternklarer Himmel war über ihnen, und die frostklare Nacht war wunderbar.

 

Autor: Ralph Doll

(aus: Voll-TREFFER – pfiffige Zeitschrift für Kids; © Christliche Verlagsgesellschaft mbH Dillenburg)

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