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Elefantenritte

17. April

Elefantenritte

Lies Jeremia 31,18-20; Hebräer 12,11

»Immer schimpfst du und bestrafst mich«, beschwerte sich Alicia bei ihrer Mutter, als sie auf dem „Auszeit-Sessel“ saß. »Nie wirst du auf Marcel böse.« »Ach ja?« Marcel war ins Zimmer hereingekommen und hörte die Bemerkung. »Ich bin oft bestraft worden – manchmal auch jetzt noch. Also hör auf zu schmollen und lern deine Lektion, Schwesterchen.«

An diesem Nachmittag nahm die ganze Familie am Frühlingsfest teil, das außerhalb ihrer Stadt veranstaltet wurde. Eine der Hauptattraktionen für die Kinder waren die Elefantenritte. Vater fotografierte Alicia und Marcel, als sie zuerst auf dem kleineren und dann auf dem größeren Elefanten ritten. Sie hielten sich fest, während ein freundlicher Trainer sie um den Kreis herum führte.

»Hier sind ein paar Bilder, damit ihr euch an diesen Tag erinnert«, sagte Vater und hielt ihnen mehrere Bilder hin, die er gerade mit seiner Kamera aufgenommen hatte. Sie stellten sich alle zusammen, um sie anzusehen. »Warum hat der Trainer den armen kleinen Elefanten so oft geschlagen?«, fragte Mutter, während sie auf eines der Bilder schaute. »Den größeren hat er nicht geschlagen.« »Das hat er getan, weil der kleinere Elefant nicht auf dem rechten Weg gehen wollte. So brachte der Trainer ihn zum Gehorsam«, erklärte Alicia, »er tat es nicht aus Gemeinheit.«

»Ah, ich verstehe«, nickte Mutter und fügte dann hinzu: »Weißt du, dass Vati und ich auch so etwas wie Trainer sind? Manchmal müssen wir dich zurechtweisen oder bestrafen, damit du eine Lektion lernst – so wie heute morgen mit dem >Auszeit<-Sessel, erinnerst du dich? Ich kann mir vorstellen, dass der ältere Elefant auch von Zeit zu Zeit bestraft wird. Aber anscheinend hat er aus seinem früheren Training gelernt, genauso wie dein älterer Bruder aus seinen Trainingsjahren gelernt hat.«

Vater nickte. »Die Bibel weist Eltern an, ihre Kinder zu erziehen«, sagte er. »He, Mutti, vielleicht solltest du diese Elefantenrittfotos zu Hause in der Nähe des „Auszeit-Sessels“ aufhängen«, schlug Marcel vor. »Ja – und ich hoffe, dass ich sie nie wieder sehen muss!«, rief Alicia.

Wie steht es mit dir?

Denkst du, deine Eltern wären gemein, weil sie dich zurechtweisen? Scheint es so, als würdest du mehr bestraft werden als dein Bruder oder deine Schwester? Denke daran, dass Gott deine Eltern gebraucht, um dich zu erziehen, damit du auf dem rechten Weg gehst. Sei dankbar für sie – und auch für die Zurechtweisung, die sie dir geben. 

Merke

»Erziehe den Knaben seinen Weg gemäß; er wird nicht davon weichen, auch wenn er älter wird.« Sprüche 22,6

Akzeptiere Zurechtweisung!

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