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Eine Weihnachtstradition

24. Februar

Eine Weihnachtstradition

Lies Psalm 62,1-8

Jedes Jahr zu Weihnachten besuchte Simons Familie Oma und Opa in Südtirol. Für Simon war der beste Teil der Woche das Frühstück am Morgen des Heiligen Abends. Er stand mit seinem Vater dann immer in der Morgendämmerung auf; sie packten zusammen, nahmen eine Kasserolle, Essen und Streichhölzer und wanderten an einen nahe gelegenen See. Zuerst war es immer kalt, aber dann brannte das Feuer, das Essen kochte, und bald darauf wurde es Simon kuschelig warm.

In diesem Jahr jedoch sanken die Temperaturen in ein rekordverdächtiges Tief. »Können wir trotzdem zu unserem Frühstück gehen?«, fragte Simon gespannt. »Wir wollen doch keine Tradition brechen!« »Selbstverständlich nicht«, stimmte Vater zu. »Wir werden ein richtiges Abenteuer erleben.«

Daher machten sie sich in der Frühe des Heiligen Abends auf ihren Weg an den See. Der Wind blies den Schnee in alle Richtungen und schmerzte stechend an Simons Wangen. Manches Mal konnte er nur einige wenige Meter weit sehen, aber schließlich erreichten sie den See doch. Simon fror erbärmlich! »Vielleicht hätten wir doch nicht herkommen sollen«, schrie er seinem Vater durch den Wind zu. »Keine Sorge«, versicherte Vater ihm. »Geh zu diesem riesigen Felsbrocken da drüben. Dort sind wir sicher.«

Hinter dem turmhohen Felsen fühlte Simon sich augenblicklich wärmer. Innerhalb weniger Minuten brachten sie das Feuer in Gang und fingen an, sich langsam aufzuwärmen. »Hier fühle ich den Wind noch nicht einmal«, meinte Simon. »Das ist wahr«, stimmte Vater zu und legte den Speck in die Pfanne. »Wir können ihn um uns herum pfeifen hören, aber der Felsen schützt uns.« Er schlug ein paar Eier auf. »Dieser Felsen ist ein gutes Bild dessen, was die Bibel sagt – dass der Herr unser Fels, unsere Stärke und unser Schutz ist. Er bewahrt uns vor dem Durcheinander um uns herum.«

»Meine Sonntagsschullehrerin spricht manchmal darüber«, sagte Simon, »aber ich habe bis heute nie gewusst, was es bedeutet.« Vater füllte die Eier und den Speck auf die Teller und Simon goss heiße Schokolade aus der Thermosflasche in die Becher. Dann bat Vater Simon zu beten. »Danke, lieber Herr Jesus, für dieses tolle Frühstück mit Papa. Danke für den Schutz dieses Felsens. Und danke dafür, dass du unser Fels und unsere Stärke bist.«

Wie steht es mit dir?

Hast du schon einmal hinter einem Felsen gestanden, um aus der Kälte oder dem Wind herauszukommen? Hast du dich hinter einem Felsen vor jemanden versteckt? Felsen können dich auf verschiedene Weise schützen. Gott sagt, dass er dein Fels ist. Viele schlimme Dinge geschehen jeden Tag um dich herum, aber du bist im Schutz des Herrn, dem Felsen deiner Erlösung, sicher.

Merke

»Nur er ist mein Fels und meine Hilfe, meine Festung, ich werde nicht wanken.« Psalm 62,7

Der Herr ist unser Fels!

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