Home   Bibelpiloten   Kurzgeschichten   Eine richtige Opfergabe

Eine richtige Opfergabe

7. Februar

Eine richtige Opfergabe

Lies 2. Samuel 24,18-25

»Habt ihr eure Opfergaben für den Opferteller?«, fragte Mutter Johanna und Bettina. Johanna nickte, aber Bettina schüttelte ihren Kopf. »Ich habe mein ganzes Taschengeld ausgegeben«, bekannte sie. »Gibst du mir etwas Geld für das Opfer, Mami?« Mutter runzelte die Stirn, aber sie griff in ihre Geldbörse, nahm ein paar Münzen heraus und gab sie Bettina.

Am Nachmittag machte Bettina ihrer Mutter einen Vorschlag. »Wenn du nicht weißt, was du mir zum Geburtstag schenken sollst, dann habe ich einige Ideen«, meinte sie. »Ich habe darüber nachgedacht«, antwortete Mutter, »und ich habe entschieden nachzuschauen, ob Johanna noch ein paar Socken in ihrer Schublade hat, die ich dir schenken kann.« Sie lächelte Bettina strahlend an. »Oder vielleicht hat sie etwas anderes, was sie entbehren kann.«

»Mami«, sagte Bettina, »ich meine es ernst.« »Was ist denn falsch an der Idee?«, fragte Mutter und gab vor, überrascht zu sein. »Das sind … das sind doch nur gebrauchte Sachen«, meinte Bettina. »Außerdem wäre es nicht wirklich von dir, wenn du mir etwas schenkst, was Johanna gehört.« Bettina runzelte ihre Stirn und fügte hinzu: »Das sieht wie ein achtloses Geschenk aus.«

»Du hast Recht«, stimmte Mutter zu. »Es wäre kein wirkliches Geschenk, wenn ich etwas einpacken würde, das mir noch nicht einmal gehört. Etwas, in das ich weder Gedanken noch Mühe noch Geld investiert habe, nicht wahr?« Bettina schüttelte ihren Kopf.

Mutter fuhr fort: »Im Gottesdienst heute Morgen hat es dir nichts ausgemacht, Gott ein Geschenk anzubieten, das nicht wirklich von dir war«, erinnerte Mutter sie. »Aber du hast uns doch immer Geld für die Kirche gegeben«, wandte Bettina ein.

»Als ihr zu klein für eigenes Geld wart, da habe ich euch etwas gegeben, damit ihr euch daran gewöhnt, Gott zu geben«, sagte Mutter. »Jetzt, wo ihr selber etwas Geld habt, liegt es an euch, freiwillig dem Herrn etwas zu geben. Damit gebt ihr dann ein richtiges Opfer, anstatt einige meiner Münzen auf den Teller fallen zu lassen.«

Wie steht es mit dir?

Gibst du dem Herrn etwas von dem Geld zurück, das du erhältst? Wenn du gibst, dann gib von Herzen und von deinem Gesparten, anstatt von deinen Eltern zu borgen.

Merke

»Jeder gebe, wie er sich in seinem Herzen vorgenommen hat: nicht mit Verdruss oder aus Zwang, denn einen fröhlichen Geber liebt Gott.« 2. Korinther 9,7

Gib Gott!

Zurück zur Übersicht