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Ein ganz besonderer Tag

28. Juni

Ein ganz besonderer Tag

Lies 1. Korinther 12,18-27

Carmen und Amanda planten ihren letzten Tag im Haus ihrer Großmutter. »Können wir heute etwas ganz Besonderes machen, Oma?«, fragte Carmen. »Jaaa! Dies soll der beste Tag überhaupt werden«, stimmte Amanda zu, »sogar noch besser als der Zoo.« »Nun, ich habe tatsächlich eine Idee für heute«, erwiderte Großmutter, »aber ihr werdet nie erraten, was das ist.« »Sag es uns! Sag es uns!«, riefen die Mädchen. »Die ganze Woche über haben wir lustige Dinge für uns selbst gemacht«, meinte Großmutter, »daher lasst uns heute etwas für Gott tun, indem wir etwas für jemand anderen tun.« Sie machte eine Pause.

»Erinnert ihr euch an Onkel Robert, den Aufseher auf dem Spielplatz im Park? Nun, er ist jetzt pflegebedürftig, daher wollen wir ihm ein gutes Mittagessen vorbeibringen und sehen, ob wir ihm nicht bei irgendetwas behilflich sein können.« Carmen und Amanda versuchten höflich zu sein. Das war nicht die Art Tag, wie sie ihn sich vorgestellt hatten. Aber Großmutter war schon dabei, einen Korb voller Leckereien zu packen, und bevor sie sich dessen bewusst waren, bogen sie auch schon in Onkel Roberts Einfahrt hinein.

Sie waren zutiefst erschüttert, als sie eintraten und ihren alten Freund in einem Rollstuhl sitzen sahen. Aber als sie anfingen mit ihm zu reden, sahen sie das gewohnte Funkeln in seinen Augen und dasselbe warme Lächeln. »Ich freue mich ja so sehr, dass ihr hergekommen seid«, sagte er und in seinen Augen schimmerten Freudentränen. »Wollt ihr sehen, wie ich mich beschäftige, jetzt, da ich nicht mehr gehen kann?«

Carmen und Amanda sahen zu, wie er eine Schachtel öffnete und die niedlichsten geschnitzten kleinen Tiere herausnahm, die sie je gesehen hatten. Onkel Robert stellte sie paarweise auf – ein Paar von jedem Tier, vom Elefanten bis zum kleinsten Vogel. »Tiere für Noahs Arche!«, rief Carmen aus. Onkel Robert nickte: »Ihr dürft beide jeweils ein Zebra und einen Tiger mitnehmen«, versprach er, »und ich werde neue schnitzen, um sie zu ersetzen.«

Die Mädchen umarmten ihn und nahmen ein Zebra und einen Tiger mit nach Hause. Die Tiere würden sie daran erinnern, dass es eine ganz besondere Freude sein kann, jemand anderem eine Freude zu bereiten. Sie kamen überein, dass dies in der Tat der beste aller Tage war.

Wie steht es mit dir?

Versuchst du anderen zu helfen, fröhlich zu sein? Würdest du jemanden besuchen, der pflegebedürftig oder einsam ist? Würdest du jemandem Blumen mitbringen, ihm einen Psalm vorlesen oder mit ihm gemeinsam essen? Gott freut sich, wenn du dir Zeit nimmst und dich bemühst, anderen behilflich zu sein.

Merke

»Und für alle ist er gestorben, damit die, welche leben, nicht mehr sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferweckt worden ist.« 2. Korinther 5,15

Hilf anderen Menschen!

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