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Die Sonne scheint immer

14. April

Die Sonne scheint immer

Lies Lukas 11,1-13

»Was für ein miserabler Tag!«, grummelte Lukas, während er sich mit seinem Freund Yannik mühsam von der Schule nach Hause schleppte. Vorsichtig versuchten sie, die Pfützen zu umgehen, die ein unerwarteter Regensturz verursacht hatte. »Das nenne ich ein Hundewetter«, pflichtete Yannik bei. »Es ist kaum zu glauben, dass die Sonne über diesen Wolken scheint.«

Zweifelnd schaute Lukas in den grauen Himmel hinauf. Als ihm ein Regentropfen genau ins Auge fiel, blinzelte er und schaute schnell wieder nach unten. »Woher weißt du, dass die Sonne da oben scheint?«, fragte er. »Erinnerst du dich noch, wie meine Mutter und ich nach Florida flogen?«, fragte Yannik. Lukas nickte. »Es war ein Tag wie dieser, als wir abflogen«, fuhr Yannik fort, »aber das Flugzeug flog immer höher – höher als die Wolken. Dann konnten wir die Sonne scheinen sehen und die Wolken sahen weiß und weich aus wie ein Haufen Baumwolle oder so etwas.«

Lukas dachte darüber nach, als sie ihre Einfahrt erreichten. Von unten sahen die Wolken eher wie das harte, scharfkantige Metallblech aus, das sein Vater benutzt hatte, um das Dach der Werkstatt zu reparieren. Könnte die Sonne tatsächlich über den Wolken scheinen? Er beschloss, mit seiner Mutter darüber zu reden.

Nachdem er sich von Yannik verabschiedet hatte, rannte er den Weg hoch. »Mutti«, rief er, als er ins Haus ging, »ist es wahr, dass die Sonne immer noch scheint?« Verwirrt von dieser Frage, schaute Mutter von ihrer Arbeit auf und Lukas erklärte ihr, was Yannik gesagt hatte. Mutter lächelte und nickte. »Ja«, sagte sie, »ist das nicht wunderbar? Wenn wir uns zu den Wolken erheben könnten, würden wir die Sonne sehen.« Sie machte eine kleine Pause. »Obwohl wir uns heute nicht zu den Wolken am Himmel erheben können, können wir uns aber über die Sorgen-Wolken in unserem Leben erheben«, fügte sie hinzu.

»Gottes Licht – sein Verständnis und seine Hilfe – ist immer für uns da. Wenn wir ihm im Gebet unsere Probleme bringen, drücken sie uns nicht länger nieder, so wie ein regnerischer Tag. Wir können uns über sie erheben, indem wir Gott vertrauen, dass er sich um sie und um uns kümmert.«

Wie steht es mit dir?

Lässt du dich von Problemen niederdrücken oder gibt du sie schnell dem Herrn Jesus ab? Erwartest du eine Antwort, wenn du betest? Das solltest du! Gott sehnt sich danach, dein Leben zu segnen und dir Frieden und Freude zu schenken. Bete jeden Tag! 

Merke

»Und alles, was immer ihr im Gebet glaubend begehrt, werdet ihr empfangen.« Matthäus 21,22

Bete immer!

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