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Die leere Seite

18. November

Die leere Seite

Lies Römer 6,12-18.22

»Tag, Mama«, sagte Simon, als er ins Haus kam. »Willst du das Bild sehen, das ich heute in der Schule gemalt habe?« Er hielt ein Blatt Papier hoch, das eine Gebirgslandschaft mit Bäumen zeigte. »Das ist wirklich gut, mein Schatz!«, rief Mutter, »du bist ein guter Maler.« Simon strahlte. »Ich glaube, ich werde Künstler, wenn ich groß bin«, sagte er. »Ich liebe es einfach, zu malen.«

Er ging zur Schublade und nahm ein neues Blatt Papier und ein paar Farben heraus. »Tja, das wäre großartig«, sagte Mutter mit einem Lächeln, »wenn du glaubst, dass es das ist, was Gott von dir möchte.«

Sie zeigte auf das Papier, das Simon auf dem Küchentisch ausgebreitet hatte und fragte: »Hast du dir jemals dein leeres Papier angesehen und dich gefragt, wie es aussehen wird, wenn dein Gemälde fertig ist?« »Sicher.« Simon grinste seine Mutter an. »Manchmal gelingt es mir gut, aber andere Male verpfusche ich es ganz und gar.«

Nickend meinte Mutter: »Unser Leben ist wie dieses leere Blatt Papier. Das, was wir tun, ist wie der Pinsel, der die Farben zu Papier bringt, so dass dann etwas Hübsches oder etwas Hässliches entsteht.« »Aber der Pinsel kann doch nicht von selber malen«, sagte Simon. »Der Künstler wählt die Farben aus und malt das Bild.« »Das ist richtig«, stimmte Mutter zu. »Und wir können entweder Satan oder Gott den Künstler sein lassen, der den Pinsel hält – der unsere Handlungen kontrolliert.«

Simon schaute auf die leere Seite und sagte: »Nun, ich will nicht, dass Satan mein Leben leitet. Er würde es verpfuschen.« »Ja«, pflichtete Mutter bei. »Wir müssen uns jeden Tag dem Herrn anbefehlen und uns immer an ihn halten. Dann werden wir mit den Seiten unseres Lebens zufrieden sein – und er auch.«

Wie steht es mit dir?

Ist Gott zufrieden mit den Bildern auf den Seiten deines Lebens? Zeigen sie Freundlichkeit, Gehorsam und die Liebe Gottes? Wenn du irgendetwas verpfuscht hast, dann bitte den Herrn, dir zu vergeben und die hässlichen Seiten wieder reinzuwaschen. Bitte ihn, dir zu helfen, die Dinge zu tun, die ihm gefallen. Lass ihn auf seine Weise und zu seiner Zeit dein Leben ansehnlich gestalten.

Merke

»Stellt auch nicht eure Glieder der Sünde zur Verfügung …, sondern stellt euch selbst Gott zur Verfügung.« Römer 6,13

Lass dich von Christus kontrollieren!

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