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Der volle Becher

11. August

Der volle Becher

Lies Sprüche 11,24-28; 2. Korinther 9,6-8

Als Jana und ihre Mutter das Lebensmittelgeschäft verließen, trafen sie ihren Pastor. »Ich bin hier, um einige Lebensmittel für die Familie zu kaufen, deren Haus gestern abgebrannt ist«, erzählte Pastor Homann ihnen, nachdem sie sich begrüßt hatten. Sofort griff Janas Mutter nach ihrem Portmonee, zog zwanzig Euro heraus und gab sie dem Pastor. »Hier ist eine kleine Hilfe«, sagte sie.

Als Jana und ihre Mutter weitergingen, blickte Jana düster drein. »Mami, ich wollte diese besonderen Kekse kaufen, die ich so gerne mag, und du hast gesagt, dass wir sie uns nicht leisten können«, beschwerte sie sich. »Ich dachte, ich hätte das verstanden, seit Vati arbeitslos ist. Aber dann gibst du zwanzig Euro weg. Das ergibt keinen Sinn! Wie kannst du es dir leisten, Geld wegzugeben, wenn wir selbst nicht genug haben?«

»Der Herr Jesus hat uns in dieser ganzen Zeit wunderbar gesegnet und wir sind in der Lage, alles zu kaufen, was wir wirklich brauchen«, antwortete Mutter. »Dein Vater und ich glauben, dass wir die guten Dinge, die Gott uns geschenkt hat, mit anderen teilen sollten und sie nicht nur für uns selbst behalten. Er wird uns dafür immer irgendwie entschädigen.« Jana schien das nicht sehr zu überzeugen, aber sie sagte nichts mehr dazu.

Als Jana an diesem Nachmittag half, das Abendessen vorzubereiten, bat Mutter sie, eineinviertel Becher Milch für die Kasserolle abzumessen. »Fülle den Becher und schütte die Milch in die Schüssel; dann fülle ihn beim zweiten Mal bis zur Viertelmarke«, wies sie Jana an und fügte hinzu: »Weißt du, Jana, den Messbecher auszuleeren, um noch mehr hineinzutun, ist so ähnlich wie das, was ich versuchte, dir über das Geben zu erklären. Wenn wir Gottes Segnungen horten und sie alle für uns selbst behalten, dann haben wir vielleicht keinen Platz mehr, um anderes zu bekommen, weil unser >Becher< voll ist. Aber wenn wir großzügig das, was wir haben, mit anderen teilen, dann wird Gott sich darum kümmern, dass unsere Bedürfnisse immer gestillt werden.«

Wie steht es mit dir?

Sparst du für etwas, das du brauchst oder haben möchtest? Es ist gut, das zu tun, aber häufe nicht selbstsüchtig Geld und Besitztümer an. Indem du an allem festhältst und es ablehnst, für die Arbeit Gottes oder die Bedürfnisse anderer zu geben, könntest du noch mehr Segnungen des Herrn verpassen. Er liebt den fröhlichen Geber!

Merke

»Umsonst habt ihr empfangen, umsonst gebt.« Matthäus 10,8

Teile Gottes Segnungen mit anderen!

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