Home   Bibelpiloten   Kurzgeschichten   Der schöne Apfel

Der schöne Apfel

3. Juli

Der schöne Apfel

Lies Psalm 139,1-5.13-24

Andreas wachte früh auf, zog sich schnell an und eilte die Treppe hinunter, um zu frühstücken. Dies war der Tag, auf den er sich gefreut hatte – seine Familie plante einen Ausflug zum Rummelplatz. Als sie endlich dort ankamen, ging Andreas los, um sich die Pferde, Kühe und die anderen Schautiere anzusehen. Er fuhr auf einem ganz besonderen Karussell, warf Pfeile auf Luftballons und gewann einen Preis.

Während er mit seiner Familie den ganzen Nachmittag auf dem Rummelplatz herumging, suchte er nach dem Stand, an dem man die größten und besten Karamelläpfel kaufen konnte. Als es schon fast Zeit für den Heimweg war, rannte er schnell zu einem Stand am weitentfernten Ende des Rummels. »Ich möchte einen Karamellapfel haben«, sagte er der Dame, »darf ich mir einen großen aussuchen?« »Natürlich«, antwortete sie. »Bedien‘ dich!«

Sorgfältig schaute Andreas sich die Äpfel in der Auslage an. Er fand einen riesig großen, der mit Nüssen und Karamell überhäuft war, und bat um eine Schachtel, um ihn darin mit nach Hause zu nehmen. Später am Abend setzte Andreas sich hin, um ein Buch zu lesen und seinen preisgekrönten Apfel zu essen. Er nahm einen großen Bissen. »Ieh, Pfui!«, stöhnte er auf und schaute den Apfel an. Er rannte in die Küche, um ein Papiertuch zu holen.

»Was ist los, Andreas?«, wollte Vater wissen. »Das hier war der größte, schönste Karamellapfel auf dem ganzen Rummelplatz, aber als ich in ihn hineingebissen habe, sah ich ein Wurmloch«, maulte Andreas. »Innen ist er auch weich und matschig.« Traurig schaute er den Apfel an. »Das war so ein schöner Apfel«, fügte er hinzu, »aber er taugt nichts.« Mitfühlend nickte Vater.

»Das Innere ist das Wichtige, nicht wahr? Das ist es, was Gott auch über die Menschen sagt.« »Menschen?« Überrascht schaute Andreas seinen Vater an. »Das ist richtig«, sagte Vater. »Wir können hübsch und nett aussehen und können uns auch nett benehmen, aber Gott schaut auf unser Herz. Er kennt all unsere geheimen Gedanken und Gefühle. Es ist wichtig, dass wir uns innerlich rein halten.«

Wie steht es mit dir?

Hast du dein Haar sorgfältig gekämmt, deine Zähne geputzt und saubere Kleidung angezogen? Das ist gut. Aber sind auch deine Gedanken so, wie sie sein sollten? Bitte Gott, dass er dir hilft, dein Herz redlich und rein zu halten. Wenn du sündigst, bitte ihn, dir zu vergeben und dich innerlich hübsch und gut zu machen. Er wird es tun!

Merke

»Denn der HERR sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht. Denn der Mensch sieht auf das, was vor Augen ist, aber der HERR sieht auf das Herz.« 1. Samuel 16,7

Gott sieht dein Herz!

Zurück zur Übersicht