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Der Ritt auf den Wolken

22. Mai

Der Ritt auf den Wolken

Lies Sprüche 4,13-27

Rose und ihr Bruder Marius lagen im Gras und schauten zu den Wolken hoch. Rose zeigte nach oben: »Die da sieht aus wie ein Schiff.« »Toll! Und da ist ein Elefant«, erwiderte Marius. »Aber sein Rüssel ist weg.«

»Ich würde gern auf einer Wolke gehen oder auf ihr reiten«, meinte Rose, als sie etwas später zum Essen gingen. »Ich auch«, stimmte Marius zu. Das Telefon klingelte und er raste los, um den Hörer abzunehmen. »Mutti, es ist Jens«, rief er. »Darf ich nach dem Abendbrot ins Einkaufszentrum gehen, um Videospiele zu spielen?«

»Das finde ich keine gute Idee«, antwortete Mutter. »Abends sind in diesem Einkaufszentrum viele Drogen im Umlauf. »Aber, Mutti«, wandte Marius ein. »Ich werde schon nichts Falsches machen. Ich werde sogar Rose mitnehmen.« »Die Antwort ist nein«, sagte Vater streng, als er ins Zimmer hereinkam. »Das ist kein Ort, an dem Christen sein sollten.«

Fast den ganzen Abend lang ließ Marius den Kopf hängen. »Nie gönnen Eltern ihren Kindern Spaß«, beklagte er sich bei seiner Schwester. »Man sollte meinen, dass sie sich nicht daran erinnern, wie es war, Kind zu sein.«

Als die Familie am nächsten Tag vom Besuch bei den Großeltern zurückkehrte, kam der Wagen nur langsam im ungewöhnlich dicken Nebel voran. Rose erschauerte. »Sind wir auf der Straße?«, fragte sie. »Ich mag das nicht.« »Ich dachte, ich hätte gestern von euch gehört, dass ihr auf Wolken gehen wollt«, sagte Mutter, »und so etwas Ähnliches tun wir hier gerade. Nebel ist wie eine Wolke, die Kontakt zum Boden hat.« »Nun ja, diese Wolke macht aber keinen Spaß«, meinte Marius und beobachtete seinen Vater, wie er sich auf das Fahren konzentrierte.

»Es ist gefährlich.« »Das erinnert mich an das, was gestern los war«, sagte Vater. »Der Gedanke, im Einkaufszentrum zu spielen, dir gefiel, aber in jener Atmosphäre dort zu sein, wäre noch viel gefährlicher gewesen als in dieser Wolke hier. Du hättest gegen viele Versuchungen ankämpfen müssen. Ich kenne das. Ich war auch einmal ein Kind.«

Wie steht es mit dir?

Ärgert es dich, wenn man dir nicht erlaubt, etwas zu tun, von dem du denkst, dass es Spaß machen würde? Dinge, die dich in die Sünde führen können, sehen oft nach Spaß aus. Bitte Gott, dich wachsam gegenüber solchen Gefahren zu halten und dir zu helfen, sie zu meiden. Sei dankbar für diejenigen, die auf dich Acht geben.

Merke

»Den Pfad der Gottlosen betritt nicht, beschreite nicht den Weg der Bösen. Lass ihn liegen … weiche von ihm und geh vorbei!« Sprüche 4,14-15

Sei wachsam gegenüber geistlicher Gefahr!

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