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Der »komische alte Kauz«

18. Dezember

Der »komische alte Kauz«

Lies Römer 6,11-14; 1. Korinther 6,19-20

»Können wir nicht schneller fahren, Papa?«, nörgelte Paul. Er schaute durch die Windschutzscheibe auf den fallenden Schnee. Vater hielt seinen Blick auf der Straße. »Man kann kaum etwas sehen«, sagte er, »es wäre zu gefährlich, jemanden zu überholen.«

»Schau mal! Da überholt uns jemand!«, stellte Paul fest. »Wenn der überholen kann, dann kannst du es auch. Du fährst wie ein komischer alter Kauz!« »Alter Kauz oder nicht, ich bleibe in dieser Spur«, verkündete Vater. »Es ist spiegelglatt.« Er hielt das Steuerrad ganz fest, weil der Wagen etwas schlitterte.

»Nach dem was ich so höre, befindest du dich selbst auch auf einem glitschigen Weg. Ist es wahr, dass du Marihuana rauchst?« Paul gab einen würgenden Ton von sich. »Hat Angelina dir das erzählt?« »Deine Schwester ist beunruhigt«, meinte Vater. »Ich habe es nur einmal probiert«, sagte Paul schnell. »Ein paar ältere Jungs halten uns auf dem Heimweg auf und bieten uns den Stoff an. Sie lassen uns wie Trottel aussehen, wenn wir es nicht probieren. Es kostete nichts, daher nahm ich an, es würde nicht schaden, wenn ich es einmal probiere. Ich wollte sie nur los werden.«

»Und jetzt lassen sie dich in Ruhe, wo du es probiert hast?«, wollte Vater wissen. Paul schüttelte seinen Kopf und Vater fuhr fort: »Zuerst bringen sie dich dazu, es zu probieren, dann wollen sie, dass du es wieder und wieder probierst. Bist du einmal abhängig, dann verkaufen sie es dir.« »Ich habe gesehen, wie ein paar Jugendliche ihnen Geld gegeben haben«, gestand Paul ein. »Einige von ihnen sind jünger als ich.«

»Du musst ihnen Nein sagen, Paul, auch wenn es bedeutet, wie ein Trottel auszusehen. Das ist viel besser, als abhängig zu werden und dein Leben zu zerstören«, ermahnte Vater, als der Verkehr zum Stillstand kam.

Als sie endlich ganz langsam wieder anfuhren, sahen sie viele Autos am Mittelstreifen stehen. Ein Auto lag kopfüber im Graben, die Räder drehten sich noch. »Das ist das Auto, das uns überholt hat!«, rief Paul. Vater nickte. »Um dir die Wahrheit zu sagen, Paul, ich wollte losfahren, nachdem uns dieser Wagen überholt hatte«, gab er zu. »Ich wollte mich nicht komischer alter Kauz nennen lassen. Aber ich habe dem nicht nachgegeben; wir müssen alle das tun, was richtig ist.«

»Ich werde auch tun, was richtig ist«, versprach Paul. »Ich werde den Jungs sagen, dass sie verschwinden sollen.«

Wie steht es mit dir?

Drogen zerstören dein Leben. Meide sie, egal wie viel Druck andere auf dich ausüben, sie zu probieren. Und wenn du Christ bist, dann gibt es einen anderen Grund, Drogen zu meiden: dein Körper ist der Tempel des Heiligen Geistes und du sollst ihn gut behandeln. Gott wird dir helfen, mit dem Druck richtig umzugehen, den diejenigen auf dich ausüben, die Drogen verkaufen.

Merke

»Auf Gott vertraue ich, ich werde mich nicht fürchten; was kann ein Mensch mir tun?« Psalm 56,12

Sag einfach Nein!

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