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Der Helligkeitsregler

17. Oktober

Der Helligkeitsregler

Lies Kolosser 3,12-17

Tims Füße schleiften den Boden entlang, als er die Vordertreppe hinaufging. Er versuchte, die Haustür leise zu öffnen, aber Mutter kam gerade die Treppe herunter. »Nun, heute ist Zeugnistag, nicht wahr?«, fragte sie fröhlich. »Wie hast du abgeschnitten, Tim?«

Zögernd reichte Tim ihr sein Zeugnis. »Gute Arbeit«, meinte sie, nachdem sie es durchgesehen hatte. »Die meisten Noten sind gar nicht schlecht, sie sind alle ordentlich, wenn sie das Beste sind, was du geben konntest. Aber eine Vier in Lesen? Ich bin sicher, dass das nicht dein Bestes ist! Letztes Mal hast du in dem Fach eine Zwei gehabt.«

Tim zuckte die Achseln. »Es ist langweilig.« Er schlurfte ins Wohnzimmer und schaltete den Fernseher ein. Als sein Vater nach Hause kam, blieb Tim im Wohnzimmer sitzen. Er war sicher, dass sich seine Eltern über sein Zeugnis unterhalten würden, und er wollte nichts anderes, als es vergessen.

Bald darauf rief seine Mutter ihn zum Abendessen. »Es ist zu dunkel hier«, nörgelte er, als er seinen Stuhl herauszog. Das Licht der Deckenlampe über dem Tisch war heruntergedreht. »Ich kann noch nicht einmal sehen, was wir essen! Können wir das Licht nicht heller machen?«

»Nach deinen Noten zu urteilen, Tim«, sagte Vater, »habe ich den Eindruck, dass du nicht gern mit voller Kraft arbeiten magst. Mir scheint, als ob du nur einen Teil deiner Gehirnkraft einschaltest, wenn es um Schularbeiten geht. Fleißiges Arbeiten in der Schule ist schließlich eine Möglichkeit, dein Bestes für Gott zu geben.«

Tim starrte auf seinen Teller. »Das ist wohl so«, gab er seufzend zu. Mutter langte nach dem Lichtschalter. Sofort wurde es im Zimmer hell. »So ist es besser!«, rief Tim in der Hoffnung, das Thema wechseln zu können. »Das Essen sieht lecker aus!« »Das kommt daher, weil das Licht mit voller Leistungsfähigkeit leuchtet«, bemerkte Mutter. »Und ich denke, es ist an der Zeit, dass auch dein Licht mit voller Leistungskraft leuchtet. Bitte Gott, dass er dir hilft, nachzugeben und fleißiger zu lernen.«

Tim nickte. »In Ordnung, das werde ich tun«, versprach er. »Ich werde fleißig für die Arbeit morgen lernen. Ihr werdet stolz auf mich sein!« »Gib nur dein Bestes«, meinte Mutter, »und wir werden uns über das Ergebnis freuen. Und Gott wird sich auch freuen.«

Wie steht es mit dir?

Arbeitest du mit voller Leistungskraft? Sind einige Fächer in der Schule langweilig oder schwer? Nur Einser oder Zweier zu bekommen ist vielleicht nicht möglich. Gott erwartet nicht, dass du perfekt bist, aber er erwartet – und verdient – das Beste, das du ihm in all deinen Lebensbereichen geben kannst. Dies beinhaltet auch die Schularbeit!

Merke

»Und alles, was ihr tut, im Wort oder im Werk, alles tut im Namen des Herrn Jesus.« Kolosser 3,17

Gib dein Bestes in der Schule!

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