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Der entzündete Zahn

12. Juni

Der entzündete Zahn

Lies 1. Johannes 1,8-10; 2,1-2

Vorsichtig befühlte Robbie das komische kleine Loch mit seiner Zunge. »Mein Mund fühlt sich besser an«, sagte er seiner Mutter, »aber ich kann meine Zunge nicht von der leeren Stelle fernhalten. Was, sagtest du, war mit meinem Zahn los? Ich will es Oma erzählen, wenn sie heute Nachmittag kommt.« »Da war ein Abszess an deiner Zahnwurzel – das ist so etwas wie eine entzündete Stelle«, erklärte Mutter. »Da es nur ein Milchzahn war, hat der Zahnarzt ihn gezogen, damit der Eiter herausgewaschen werden konnte.«

Als Großmutter am Nachmittag kam, erzählte Robbie ihr alles über seinen Zahn. Er fühlte die leeren Stellen vorne in seinem Mund, wo einige Zähne ausgefallen waren. »Bald werde ich nicht mehr Zähne als Elena haben«, sagte er, indem er auf seine kleine Schwester zeigte, die in ihrem Hochstuhl herumhüpfte. Großmutter lachte: »Deine bleibenden Zähne sind bald durch«, meinte sie, »es ist gut, dass der Zahnarzt den schlechten Zahn gezogen hat. Wenn er sich nicht darum gekümmert hätte, wäre es schlimmer geworden. Das Gift des Abszesses hätte dich krank machen können.«

Vorsichtig strich sie über Robbies Gesichtshälfte. »Weißt du«, sagte sie nachdenklich, »ich werde deinen Zahn als Schauobjekt in der Sonntagsschule benutzen, einverstanden?« »Okay«, willigte Robbie ein. »Siehst du«, fuhr Großmutter fort, »Sünde, also Dinge wie Lügen oder Ungehorsam, ist wie ein entzündeter Zahn. Wir müssen die Sünde in unserem Leben loswerden oder es wird schlimmer. Wir brauchen jemanden, der uns von ihr reinwäscht, und unsere schlechten Gedanken durch gute ersetzt, genauso wie dein schlechter Zahn von einem neuen, guten Zahn ersetzt wird.«

»Jesus nimmt unsere Sünden weg, nicht wahr?«, fragte Robbie. »Genau das macht er«, erwiderte Großmutter. »Wir können das nicht selber tun. Wir müssen Gott unsere Sünde bekennen und ihn bitten, sie uns zu vergeben. Dann wird er sie uns wegnehmen.« Sie lächelte Robbie zu. »Der Zahnarzt wäscht den Abszess aus und Jesus wäscht unsere Sünde aus.« Robbie lächelte ebenfalls. »Ich freue mich, dass jemand da ist, der beides auswäscht«, sagte er.

Wie steht es mit dir?

Gibt es eine Sünde in deinem Leben, die ausgewaschen werden muss? Kümmere dich gleich jetzt darum, bevor sie schlimmer wird. Bekenne Gott, dass du gelogen oder geschummelt hast, unfreundlich oder geschwätzig warst – was immer es auch sei, sag ihm alles darüber. Bitte ihn, dir zu vergeben. Er hat versprochen, dass er es tut.

Merke

»Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.« 1. Johannes 1,9

Bekenne Gott deine Sünde!

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