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Der Computerausdruck

23. Oktober

Der Computerausdruck

Lies Matthäus 12,33-37

Rolf saß an seinem Computer und tippte einen Satz für jedes seiner Rechtschreibwörter. »Das sieht gut aus«, dachte er, während er seine Arbeit auf einem Blatt Papier ausdruckte. Er lehnte sich zurück und schaltete das Radio ein. »Stell das ab«, rief seine Mutter. »Ich hatte dich doch gebeten, deinen Verstand zu benutzen, wenn du Radio hörst. Ich möchte diese Musik nicht mehr in diesem Haus hören!«

Rolf machte ein finsteres Gesicht, aber er suchte einen anderen Sender im Radio. Am Abend packte Rolf seine Schultasche für den nächsten Tag. »Ich kann meine Rechtschreibsätze nicht finden«, sagte er. »Ich habe überall gesucht, Mama. Ich möchte sie nicht noch einmal schreiben müssen.« »Du hast deine Hausaufgaben doch heute Abend am Computer gemacht, oder?«, fragte Mutter. »Hast du sie abgespeichert?« »Ach ja, stimmt!«, rief Rolf. »Das hatte ich vergessen. Ich werde einfach noch eine Kopie ausdrucken.«

Am nächsten Tag ging Rolf nach der Schule mit seiner Mutter in den Garten, um Laub zu harken. »Es gibt keinen Sinn in diesem Leben, also tu‘, was dir Spaß macht; du musst das wollen, was du tust, schaffe dir einen Sinn, schaffe dir einen Sinn, schaffe ihn«, sang Rolf, während er arbeitete.

»Was singst du denn da?«, interessierte sich Mutter. »Oh!« Rolf schreckte auf. Er hatte nicht die Absicht gehabt, diese Worte laut zu singen. »Nichts Wichtiges. Ich habe gar nicht bemerkt, dass ich singe«, antwortete er. »Nun, das hast du doch«, meinte Mutter, »und die Worte haben mir nicht gefallen.« Sie war nachdenklich, während sie harkte. »Dein Verstand ist wie ein Computer«, sagte sie. »Du musst dich nur entscheiden, welchen Ausdruck du für dein Leben haben möchtest.«

»Wie meinst du das?«, wollte Rolf wissen. »Nun ja«, erwiderte Mutter, »dein Verstand speichert die Dinge, die du ihm eingibst, wie ein Computer, und das sind die Dinge, die dann auch wieder hervorkommen. Du denkst vielleicht, dass es dir nicht schadet, wenn du gottlose Musik hörst, aber wenn du sie deinem Verstand eingibst, dann ist es fast sicher, dass falsche Botschaften aus deinem Mund hervorkommen.«

Wie steht es mit dir?

Was speicherst du in deiner Erinnerung, wenn du Musik hörst? Sei darauf bedacht, dein Herz und deinen Verstand mit der Musik zu füllen, die den Herrn verherrlicht. Dann wird das, was hineingeht und hervorkommt, Gott gefallen.

Merke

»Denn aus der Fülle des Herzens redet der Mund.« Matthäus 12,34

Wähle deine Musik sorgfältig aus!

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