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Der Ameisenkasten

22. August

Der Ameisenkasten

Lies Psalm 139,1-12

Sarah beobachtete mit ihrem kleinen Bruder Matthias die Ameisen in ihrem Ameisenkasten. Indem Matthias auf eine der Ameisen zeigte, fragte er: »Warum gräbt die da einen neuen Tunnel? Oh! Räumt diese da auf? Ameisen sind niedlich. Hat Gott auch die Ameisen gemacht?« »So viele Fragen von so einem kleinen Jungen«, neckte ihn Sarah. »Ja, Gott hat auch die Ameisen gemacht.« »Sind diese Ameisen so wie die da draußen?«, wollte Matthias wissen. »Ich denke, ja. Ich würde sagen, sie sind so etwas wie Kusinen«, antwortete Sarah grinsend. »Aber meine Ameisenfarm ist nicht so wie die Ameisenhügel draußen. Da kannst du die Ameisen nur dann sehen, wenn sie herauskommen, aber hier kannst du alles sehen, was sie tun.«

Sie stand auf. »Ich muss jetzt lernen gehen. Aber wenn du vorsichtig bist, kannst du die Ameisen noch etwas länger beobachten.« Sarah war in ihrem Zimmer, als sie Matthias draußen rennen hörte. Minuten später hörte sie, wie er in sein Zimmer lief. Als sie nach ihm sah, hatte er seinen Kopf unter der Bettdecke vergraben und seine Beine schauten heraus. Sarah wusste, dass Matthias sich so zu verstecken pflegte.

»Matthias, ich sehe dich«, rief sie. »Was ist los?« Langsam steckte Matthias seinen Kopf unter der Decke hervor. Er sah aus, als würde er gleich zu weinen anfangen. »Ich wollte deine Ameisen ihren Kusinen draußen zeigen. Aber der Ameisenkasten ist mir heruntergefallen«, bekannte er, »er ist kaputtgegangen, und alle Ameisen sind weggelaufen.«

»Oh, Matthias!«, schrie Sarah auf. Matthias versteckte sein Gesicht in seinen Händen. »Ich wollte nicht, dass du oder Gott seht, was ich getan habe.« »Nun, du hättest es vor mir geheim halten können, aber du kannst es nicht vor Gott geheim halten«, schimpfte Sarah. »Genauso, wie du die Ameisen im Ameisenkasten sehen konntest, sieht er alles, was du tust. Tatsächlich sieht er dich sogar noch besser, als du sie gesehen hast.«

Matthias lief schnell auf seine Schwester zu und schlang seine Arme um ihren Hals. »Es tut mir so Leid, wirklich«, schluchzte er. Sarah seufzte. »Ich vergebe dir. Und Gott wird dir auch vergeben«, erwiderte sie. »Vergiss nur nicht, dass Gott dich immer sieht. Und dass du niemals weglaufen kannst, wie die Ameisen es taten.« »Ich werde es nicht vergessen«, versprach Matthias.

Wie steht es mit dir?

Vergisst du manchmal, dass Gott alles sieht, was du tust? Wäre er erfreut oder traurig über die Art, wie du dich heute benommen hast? Bitte ihn, dir zu helfen, dein Leben so zu leben, dass man erkennt, dass du ein Christ bist.

Merke

»Denn seine Augen wachen über den Wegen des Menschen und all seine Schritte sieht er.« Hiob 34,21

Gott sieht alles!

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