Home   Bibelpiloten   Kurzgeschichten   Das unzufriedene Hundebaby

Das unzufriedene Hundebaby

23. September

Das unzufriedene Hundebaby

Lies 1. Timotheus 6,6-11

Jeden Tag bat Arno nach der Schule darum, zu Dirk gehen zu dürfen. »Aber Arno«, wandte Mutter eines Tages ein, »warum lädst du Dirk zur Abwechslung nicht einmal zu uns ein?« »Hier gibt es doch nichts zu tun«, beklagte sich Arno. Mutter blinzelte mit den Augen. »Nichts zu tun? Dein Zimmer ist voller Spielsachen.« »Ja, kindisches Babyzeugs«, grummelte Arno. »Dirk hat einen Computer und einen Roboter. Er hat sogar ein Keyboard.«

Traurig schaute Mutter Arno ein paar Sekunden lang an, dann verließ sie still das Zimmer. Sie sah verletzt aus und Arno war verwirrt. Wieso tut es ihr weh, wenn ich zu Dirk gehen möchte?, fragte er sich. »Arno«, rief Mutter aus dem Wohnzimmer. »Friskie ist wieder drüben bei den Peters.« »Dieser dumme Hund!«, rief Arno, als er über die Straße stolzierte. »Warum bleibt er nicht zu Hause? Immer läuft er weg.«

Arno blieb stehen und sah, wie der kleine Junge der Peters mit Friskie auf dem Boden herumtollte. »Friskie!« Arno schnippte mit seinen Fingern. »Komm nach Hause!« Der Welpe klemmte seinen Schwanz zwischen die Beine und winselte. »Komm her!«, befahl Arno. Friskie schaute den kleinen Peters-Jungen an, dann Arno. Er wimmerte.

Arno verzog sein Gesicht, rannte hin und hob den Welpen auf. »Darf er bleiben und mit mir spielen?«, bat ihn der kleine Junge. »Nein«, brummte Arno. »Er hat ein gutes Zuhause. Er sollte das zu schät…« Er schluckte. Nun wusste er, was den verletzten Ausdruck auf dem Gesicht seiner Mutter ausgelöst hatte. Genauso wie Arno sich etwas verletzt fühlte, weil Friskie sein gutes Zuhause und Arnos Fürsorge nicht zu schätzen schien, fühlte sich Mutter verletzt, weil Arno die Liebe und Fürsorge und all die guten Dinge, mit denen ihn seine Eltern versorgten, nicht zu schätzen schien.

Als Arno Friskie auf dem Boden des Flurs absetzte, rief er seiner Mutter zu: »Ich will sehen, ob Dirk herkommen darf.«

Wie steht es mit dir?

Dankst du Gott für deine Familie und für alles, mit dem sie dich versorgt? Oder vergleichst du deine Sachen mit denen anderer und beklagst dich dann, dass sie mehr haben? Denk einmal nach und zähle die Segnungen, die dir gehören und an denen du dich erfreuen darfst. Danke deinen Eltern für alles, was sie für dich tun. Und danke dem Herrn für dein Zuhause und deine Familie.

Merke

»Sagt alle Zeit für alles dem Gott und Vater Dank im Namen unseres Herrn Jesus Christus!« Epheser 5,20

Danke für dein Zuhause!

Zurück zur Übersicht