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Das tägliche Brot

27. Dezember

Das tägliche Brot

Lies 5. Mose 8,1-6

»Daneben!«, rief Jenny und wich dem heranfliegenden Schneeball aus. »Astrid, lass uns doch auf dem großen Hügel hinter eurem Haus Schlitten fahren.« »Einverstanden«, stimmte Astrid zu. »Frag‘ du deine Mutter und ich werde meine fragen. Treffen wir uns in zehn Minuten dort?« »Natürlich«, antwortete Jenny und lief die Einfahrt hinauf.

Sie traf ihre Mutter beim Reinigen des Kühlschranks an. »Hallo, Mama«, sagte Jenny, »darf ich mit Astrid Schlitten fahren gehen?« »Hallo, mein Liebling.« Mutter lächelte ihr zu. »Schlitten fahren ist gut, aber hast du mir nicht erzählt, dass du gleich nach der Schule deine Stille Zeit mit dem Herrn Jesus halten wolltest?« »Ach ja …, aber ich kann sie doch ausfallen lassen und am Wochenende nachholen«, meinte Jenny.

Sie schnupperte herum: »Was gibt es heute zum Abendessen?« Mutter lächelte. »Wir haben in der Gemeinde besprochen, dass ich heute Abend für Frau Genter das Essen kochen werde. Ich bin sehr damit beschäftigt. Macht es dir etwas aus, wenn wir heute einfach das Essen ausfallen lassen? Wenn wir nur ein paar Mal in der Woche essen, würde mir das wirklich viel Zeit einsparen. Oder ich könnte uns sonntags vielleicht ein besonderes Essen kochen, anstatt jeden Tag in der Woche zu essen.«

Jenny starrte ihre Mutter verwundert an. Sie machte wohl Witze! Auf einmal jedoch wusste sie, was ihre Mutter wirklich meinte.« Oh, Mama!«, sagte Jenny. »Ich hab’s verstanden. Wenn ich nicht jeden Tag meine Stille Zeit mit Gott halte, dann ist es so, als würde ich – geistlich gesehen – nicht essen, stimmt’s?« Mutter nickte: »Ganz richtig, Jenny. Wenn wir uns von Gottes Wort ernähren, dann wachsen wir im Glauben. Wir brauchen jeden Tag geistliche Nahrung.«

»Na gut. Ich denke, wenn ich jetzt meine Stille Zeit halte, dann habe ich immer noch Zeit, draußen zu spielen«, sagte Jenny entschieden. »Ich werde Astrid anrufen und ihr sagen, dass ich in einer halben Stunde komme. Ach, und Mama … darf ich sie heute Abend zum Essen einladen? Huch … du wirst doch heute Abend kochen, oder?« Lachend nickte Mutter.

Wie steht es mit dir?

Verbringst du jeden Tag Zeit mit Gottes Wort? Oder glaubst du, es sei genug, nur am Sonntag von Gott zu hören? Genauso, wie dein Körper Nahrung braucht, um zu wachsen, braucht deine Seele die Nahrung aus dem Wort Gottes, der Bibel, um dir beim geistlichen Wachstum zu helfen. Mache dir die Bibellese zu einer täglichen Gewohnheit!

Merke

»Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort, das durch den Mund Gottes ausgeht.« Matthäus 4,4

Lies deine Bibel jeden Tag!

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