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Blinde Fledermäuse

1. Juli

Blinde Fledermäuse

Lies Psalm 27,1-6

Irma hörte der Unterhaltung beim Abendessen nur mit halbem Ohr zu, aber dann erregte etwas ihre Aufmerksamkeit – Fledermäuse im Dachstuhl! Sie hörte auf zu essen. »Fledermäuse!«, rief sie. »Was, wenn sie ins Haus herunterkommen?« Ihr Bruder Marco ergriff das Wort und sagte: »In der Schule haben wir gelernt, dass sie im Licht nicht sehen können und ganz schutzlos werden.« Er grinste seine Schwester an: »Ich weiß!«, fügte er hinzu, »wir können helles Licht im Dachstuhl anbringen, so dass sie verschwinden. Natürlich könnten sie dann vielleicht in Irmas nettem, dunklen Zimmer Zuflucht suchen.«

Irma wandte sich an ihren Vater: »Du wirst sie doch von hier wegschaffen, nicht wahr?«, fragte sie mit zitternder Stimme. »Keine Sorge«, versprach Vater, »wir werden uns schon um sie kümmern. Aber Fledermäuse sind nicht so schädlich, wie du vielleicht denkst.« »Nee«, stimmte Marco zu, »Mädchen sind einfach nur Angsthasen.«

Lächelnd sagte Vater: »Hör auf, deine Schwester zu ärgern! Jungen können schließlich auch Angsthasen sein. Tatsächlich haben wir alle manchmal Angst vor Dingen, die wir eigentlich kontrollieren könnten, wenn wir sie im richtigen Licht sehen würden.« »Welche denn?«, wollte Marco wissen. »Zum Beispiel die Angst vor Kindern, die uns ärgern, weil wir zur Gemeinde und in die Sonntagsschule gehen«, sagte Vater. Marco musste daran denken, dass er sich letzte Woche über dieses Problem beklagt hatte. »Oder die Angst davor, ausgelacht zu werden, weil wir Nein sagen, wenn man von uns etwas verlangt, das falsch ist«, fügte Mutter hinzu.

Marco zog seine Stirn zusammen. »Du hast gesagt, dass wir solche Probleme im richtigen Licht sehen sollen«, erinnerte er Vater, »was meinst du damit?« »Ich meine das Licht der Liebe und der Kraft Gottes«, antwortete Vater. »Halte es auf die Hindernisse, denen du auf deinem Weg als Christ begegnest, und sie werden genauso schutzlos sein wie die Fledermäuse im Licht.« »Das klingt gut«, meinte Irma, »aber wie stellen wir das denn an?« »Ein guter Anfang ist, Gottes Wort zu kennen und dann über der Situation zu beten«, schlug Mutter vor. »Ja«, stimmte Vater zu. »Vertraue fest auf Gott, dass er dir dabei hilft, das zu tun, was er von dir will.«

Wie steht es mit dir?

Trägst du Jesus, das Licht der Welt, in dir? Dann denke immer daran und vertraue ihm. Er wird sich um dich kümmern.

Merke

»Der HERR ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten?« Psalm 27,1

Gehe in Gottes Licht!

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