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»Auf Wiedersehen«

14. Februar

»Auf Wiedersehen«

Lies Johannes 14,1-6.16-17

Philipp schaute dem Flugzeug nach, wie es am Nachthimmel verschwand. Sein Vater flog mit seiner Armee-Einheit nach Übersee. Mutter stand neben Philipp, ihren Arm um seine Schultern gelegt. Beide hatten sie Vater tränenüberströmt zum Abschied geküsst. Niemand wusste, wie lange er wegbleiben würde. Als das Flugzeug nicht mehr zu sehen war, gingen Philipp und seine Mutter langsam zu ihrem Wagen zurück.

»Wie sollen wir ohne Vati zurechtkommen?«, fragte Philipp missmutig. »Ich werde ihn so sehr vermissen.« »Ich weiß, Philipp. Wir beide werden ihn vermissen«, erwiderte Mutter, »aber wir können dankbar sein, dass wir einander haben. Vielleicht können wir uns gegenseitig an die Dinge erinnern, die Vati uns gesagt hat. Weißt du noch, was er heute Morgen beim Frühstück sagte?«

So viele Dinge waren an diesem Tag geschehen. Philipp musste eine Weile überlegen. »Meinst du die Sache, dass Gott immer bei uns ist?«, fragte er. »Vati sagte: ‚Wenn ihr an mich denkt, dann erinnert euch, dass der himmlische Vater bei mir ist. Und er ist auch bei euch.’«

Während der ganzen Heimfahrt sprachen Philipp und seine Mutter darüber, wie sie ohne Vater zurechtkommen würden. Nach dem Gespräch fühlte Philipp sich etwas besser. Als sich Philipp an diesem Abend gerade für das Bett fertig machen wollte, nahm Mutter die Familienbibel in die Hand. »Erinnerst du dich noch an die Geschichte, die Vati gestern Abend vorgelesen hat?«, fragte sie.

Philipp musste wieder nachdenken. Dann erinnerte er sich: »Es ging darum, dass Jesus seinen Jüngern erzählte, er würde sie verlassen und in den Himmel zurückkehren.« »Richtig. Die Jünger waren traurig, dass Jesus sie verlassen musste«, erklärte Mutter, »aber Jesus sagte ihnen, dass sie nicht traurig sein sollten. Er versprach, ihnen den Heiligen Geist zu senden, damit er sie tröste und immer bei ihnen bliebe.«

»Lass uns dieselbe Geschichte heute Abend noch einmal lesen«, schlug Philipp vor, »ich brauche etwas Trost.« Erfreut schlug Mutter Johannes 14 auf.

Wie steht es mit dir?

Ist jemand, den du liebst, aus irgendeinem Grund fortgegangen? Fühlst du dich verlassen oder bekümmert oder traurig? Du musst wissen, dass du niemals allein bist. Wenn du jemanden vermisst, dann ist es oftmals so, dass du die Nähe des Herrn Jesus ganz besonders stark empfindest. 

Merke

»Ich will dich nicht versäumen noch verlassen.« Hebräer 13,5

Gott ist dein ewig gegenwärtiger Tröster.

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