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Tägliche Andacht

Jeden Tag bekommst Du hier eine kurze Geschichte zum Nachdenken.

  • 16. November

    Die Basketballmannschaft

    Lies Römer 12,1-8

    Matthias riss die Tür auf, sprang ins Haus und fiel im Wohnzimmer dramatisch auf einen vollgestopften Sessel. Hinter der Zeitung beobachtete Vater Matthias aus den Augenwinkeln. »Also, Matthias, wie war dein Tag?«, stellte Vater seine obligatorische Vor-dem-Essen-Frage. »Gut«, murmelte Matthias und starrte aus dem Fenster.

    Sein Vater faltete die Zeitung zusammen und legte sie beiseite. »Du siehst heute Abend aber nicht sehr glücklich aus«, stellte er fest. »Bekümmert dich irgendetwas?« Matthias öffnete seinen Mund, als ob er reden wollte, schloss ihn dann aber wieder, weil er seine Meinung geändert hatte. Seufzend sagte er schließlich: »Wegen Basketball geht es mir mies. Ich bin nicht in der Mannschaft.«

    »Ich wusste gar nicht, dass du versucht hattest, in die Mannschaft zu kommen«, wunderte sich Vater. »Macht dir Basketballspielen so viel Spaß?« Matthias zuckte seine Achseln. »Alle meine Freunde sind in der Mannschaft«, meinte er. Vater lehnte sich vor und langte nach einer Vogelskulptur. »Mögen deine Freunde dich weniger, wenn du nicht in der Mannschaft bist?«, fragte er und drehte den Vogel in seinen Händen herum. »Nein«, antwortete Matthias, »aber ich möchte wie sie sein. Ich möchte einfach dazugehören.«

    »Lass mich dich Folgendes fragen, Matthias«, sagte Vater. »Falls deine Freunde sich entscheiden, eine Bank zu überfallen, würdest du dann immer noch dazugehören wollen?« Lachend antwortete Matthias: »Natürlich nicht, Papa.« »Auch wenn du dann nicht wie sie wärst?«, wollte Vater wissen. Matthias seufzte. »Ich glaube, ich fühle mich einfach hilflos«, erwiderte er. Er schaute auf die Vogelskulptur, die Vater in der Hand hielt.

    »Ich weiß noch, wie ich die gemacht habe«, sagte er, »in Kunst, in der sechsten Klasse.« »Anscheinend hat Gott keinen großartigen Basketballspieler aus dir gemacht«, bemerkte Vater, »aber er hat dir die Gabe der Kunst geschenkt. Und sie macht dir Spaß.« »Ja«, stimmte Matthias zu. Er nahm den Vogel und betrachtete ihn genau. »Weißt du, Papa, vielleicht werde ich im nächsten Jahr einen Kunstkurs wählen!« »Was ist mit deinen Freunden?«, fragte Vater. Matthias lachte: »Vielleicht schnitze ich ihnen einen Basketball!«

    Wie steht es mit dir?

    Versuchst du dich deinen Freunden anzupassen, auch wenn dies bedeutet, Dinge zu tun, die dir eigentlich egal sind? Gott hat dir deine eigenen, ganz besonderen Talente geschenkt. Versuche nicht, andere zu kopieren, wenn es nicht das Richtige für dich ist. Sei ehrlich mit dir selber. Was immer dein Talent auch sein mag, finde es heraus und fange an, es in die Tat umzusetzen.

    Merke

    »Da wir aber verschiedene Gnadengaben haben, nach der uns verliehenen Gnade, so lasst sie uns gebrauchen.« Römer 12,6

    Entfalte dein eigenes Talent!


aus: „Echt stark! 365 handfeste Andachten für dich“ (CV, Dillenburg);
Übernahme mit freundlicher Genehmigung.