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Tägliche Andacht

Jeden Tag bekommst Du hier eine kurze Geschichte zum Nachdenken.

  • 15. Dezember

    Worte und Taten

    Lies Lukas 16,10-13

    »Herr Henrich ist nach dem Gottesdienst heute Morgen aber schnell hinausgerannt!«, bemerkte Dennis an einem Sonntagnachmittag. »Er hatte Probleme auf seinem Bauernhof«, sagte Vater. »Tausende von Küken sind gestern eingetroffen und am Abend gingen die Heizkörper im Kükenstall kaputt. Ich habe gehört, dass er gestern tatsächlich im Kükenstall übernachtet hat.«

    »Da sprich mal einer von Hingabe!«, rief Dennis aus und die Bewunderung stand ihm ins Gesicht geschrieben. Dann verabschiedete er sich. »Wohin willst du, Junge?«, wollte Mutter wissen. »'Rüber zu Robin«, antwortete Dennis. »Die Jungs gehen alle auf den Hügel Schlitten fahren.«

    Er machte eine Pause und schaute seinen Vater gespannt an. »Ich darf doch gehen, oder?«, fragte er. »Du hast doch gesagt, wie sehr sie meinen christlichen Einfluss brauchen.« Vater lächelte. »Ich denke, das geht schon in Ordnung«, meinte er.

    Als Dennis wieder nach Hause kam, war sein Gesicht kalt und seine Kleidung durchnässt. »Zieh deine Stiefel draußen aus«, ordnete Mutter an. »Und beeil' dich - es ist fast schon Zeit für den Gottesdienst.« »Ich kann heute Abend nicht mitgehen«, sagte Dennis. Dann sah er das Stirnrunzeln seines Vaters. »Ich meine, darf ich heute Abend bitte zu Hause bleiben? Die Jungs gehen nachher wieder zu Robin, um an seiner neuen Tischtennisplatte zu spielen.«

    Er konnte sehen, wie Vater seinen Kopf schüttelte. »Du sagtest, dass meine Freunde meinen Einfluss als Christ brauchen«, argumentierte Dennis. »Wenn das der Fall ist, dann muss ich bei ihnen sein.« »Warst du es nicht, der Herrn Henrichs Hingabe bewunderte, als du hörtest, dass er gestern Nacht im Kükenstall übernachtet hat?«, fragte Mutter. »Herr Henrich hat nicht ein Wort zu dir gesagt, aber sein Tun hat dich ziemlich beeindruckt.«

    »Nun ... ja.« Dennis war sich nicht sicher, wohin diese Unterhaltung führen würde. »Wenn man Herrn Henrich beobachtet, dann sieht man, dass er ganz der Landwirtschaft hingegeben ist. Wegen dieser Hingabe fällt es vielen Menschen leicht, seinen Ratschlägen zu vertrauen«, erklärte Vater.

    »Dieses Prinzip bewahrheitet sich ebenso bei Christen. Anderen zu erzählen, man selber sei Christ, ist gut. Aber es hat eine noch größere Wirkung, wenn sie unsere Hingabe an Gott sehen können.« »Diese Hingabe an Gott lässt sich an unserem treuen Gottesdienstbesuch erkennen«, fügte Mutter hinzu, »also ... geh' und mach dich fertig für die Gemeinde.«

    Wie steht es mit dir?

    Bist du Gott hingegeben? Können andere Menschen diese Hingabe an der Art, wie du lebst und was in deinem Leben die erste Stelle einnimmt, erkennen? Sie werden den Herrn sowohl durch deine Taten als auch durch deine Worte erkennen.

    Merke

    »Befiehl dem HERRN deinen Weg und vertraue auf ihn, so wird er handeln.« Psalm 37,5

    Sei Gott hingegeben!


aus: „Echt stark! 365 handfeste Andachten für dich“ (CV, Dillenburg);
Übernahme mit freundlicher Genehmigung.