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Tägliche Andacht

Jeden Tag bekommst Du hier eine kurze Geschichte zum Nachdenken.

  • 16. September

    Alternative Lebensstile

    Lies Römer 1,24-28.32

    »Wie ekelhaft!«, rief Martin aus, »die halten ja Händchen!« Er zeigte aus dem Busfenster auf zwei Männer, die die Straße hinuntergingen. Die anderen Kinder starrten sie an und kicherten. Einige standen auf, um besser sehen zu können. »Setzt euch hin!«, sagte der Busfahrer, als die Ampel auf Grün umsprang. »Respektiert ihre Rechte!«

    Bald darauf waren sie in der Schule und im Klassenzimmer. »Wir haben ein Schwulenpaar gesehen«, erzählten die Kinder ihrer Lehrerin. »Es war so ekelhaft«, fügte Martin hinzu. »Ihr denkt vielleicht, dass deren Leben ekelhaft sei, aber jeder hat ein Recht auf Persönlichkeitsentfaltung«, sagte Frau Brandt. »Macht euch über niemanden lustig, weil er einen alternativen Lebensstil gewählt hat. Nur weil es nicht eure Wahl ist, heißt es noch lange nicht, dass sie deswegen falsch wäre.«

    Martin dachte immer noch darüber nach, was Frau Brandt gesagt hatte, als die Pause kam. Könnte sie Recht haben? Er zuckte seine Schultern und gesellte sich zu einigen seiner Freunde. Draußen auf dem Pausenhof rannten sie mehrere Male durch das Hüpfspiel der Mädchen. Als sich die Mädchen bei Frau Brandt beschwerten, verteidigten sich die Jungen: »Wir haben doch niemandem wehgetan«, sagten sie. »Es ist auch unser Pausenhof. Wir haben ein Recht darauf, hier zu sein.« Aber Frau Brandt sorgte dafür, dass sie in der nächsten Pause drinnen blieben.

    An diesem Abend teilten Martin und seine Familie sich gegenseitig mit, was sie an dem Tag erlebt hatten, und Martin schmollte, während er sich beklagte, dass er in der Pause drinnen bleiben musste. »Wir haben unsere Rechte«, wiederholte er. »Ihr habt vielleicht Rechte, aber was ihr getan habt, war dennoch falsch«, sagte Mutter ihm. »Du weißt, dass es falsch war.«

    Martin erzählte seinen Eltern auch von den beiden Männern, die sie gesehen hatten. »Ich dachte, es wäre ekelhaft, aber Frau Brandt meinte, sie hätten ein Recht, so zu sein«, sagte er. »Stimmt das?« »Sie haben so ungefähr das gleiche Recht, wie ihr, als ihr die Mädchen geärgert habt«, meinte Mutter. Nickend fügte Vater hinzu: »Ihr wurdet wegen der Ausübung eurer sogenannten Rechte bestraft, und diejenigen, die einen Lebensstil wählen, der anders ist, als Gott es gebietet, werden auch nach ihren Sünden beurteilt. In den Augen der Welt haben sie vielleicht ein Recht auf einen alternativen Lebensstil, nicht aber in Gottes Augen.«

    Wie steht es mit dir?

    Bist du dir im Klaren darüber, dass Menschen, die »alternative Lebensstile« unterstützen, eigentlich Ja zur Sünde sagen? Lebensstile, die Gottes Geboten widersprechen, sind immer falsch.

    Merke

    »Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden zu einem Fleisch werden.« 1. Mose 2,24

    »Alternative Lebensstile« sind Sünde!


aus: „Echt stark! 365 handfeste Andachten für dich“ (CV, Dillenburg);
Übernahme mit freundlicher Genehmigung.