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Tägliche Andacht

Jeden Tag bekommst Du hier eine kurze Geschichte zum Nachdenken.

  • 22. Oktober

    Das gebrochene Versprechen

    Lies 1. Mose 9,8-17

    »Onkel Thomas hat mir versprochen, mich heute zu seiner Arbeit auf dem Flughafen mitzunehmen«, schmollte Tobias. »Wie kann er so schnell seine Meinung ändern? Er hat es doch versprochen!« »Es ist ihm etwas dazwischengekommen, Liebling. Wegen dieses stürmischen Wetters sind die Flugzeuge verspätet, und er wird zu viel zu tun haben, um dich dabeihaben zu können«, erklärte Mutter. »Er wird dich ein anderes Mal mitnehmen.«

    »Aber er hat sein Versprechen gebrochen!«, sagte Tobias beharrlich. »Ich bin nicht sicher, ob er es tatsächlich versprochen hatte«, meinte Mutter, »aber ich denke, du solltest auf jeden Fall versuchen, ihn zu verstehen. Er kann nichts dafür, dass seine Pläne geändert werden mussten. Es ist so wie letzte Woche, als ich dir sagte, ich wäre gegen fünf Uhr vom Einkaufen zurück, aber dann kam ich in einen Verkehrsstau und kam erst gegen sechs Uhr nach Hause. Du hast mir verziehen, weil du wusstest, ich konnte nichts dafür, dass ich meine Pläne ändern musste.«

    »Ich hasse es aber, wenn Pläne geändert werden müssen«, nörgelte Tobias. Er sah aus dem Fenster, wie der Regen herunterprasselte. Er hatte sich so sehr auf diesen besonderen Tag am Flughafen gefreut. Etwas später erhellte sich Tobias' Gesicht: »Es regnet immer noch, aber die Sonne kommt heraus!«, freute er sich. »Vielleicht kommt Onkel Thomas jetzt und holt mich ab.«

    »Dein Onkel wird immer noch viel zu viel zu tun haben«, meinte Mutter. Das Stirnrunzeln kehrte auf Tobias' Gesicht zurück. »Ich hasse gebrochene Versprechen«, wiederholte er, »auch wenn sie durch eine Änderung verursacht wurden, die nicht eingeplant war.« »Schau weiterhin aus dem Fenster«, schlug Mutter vor. »Vielleicht wirst du das Zeichen eines Versprechens sehen, das niemals gebrochen wird - ein Zeichen, das Gott gesetzt hat.«

    »Da ist es schon«, sagte Tobias und zeigte auf die Anfänge eines wunderschönen Regenbogens. »Das ist das Zeichen, das Gott gesetzt hat, als er versprach, die Erde nie wieder durch eine Flut zu zerstören. Das haben wir in der Sonntagsschule gelernt.« »Das stimmt«, sagte Mutter, »und es erinnert mich daran, dass Gott seine Versprechen immer halten wird. Warum sehen wir uns nicht ein paar von Gottes >Für-immer-Versprechen< an, damit du von dem Gedanken abgelenkt wirst, Onkel Thomas hätte heute sein Versprechen gebrochen.«

    Wie steht es mit dir?

    Hat man dir jemals ein Versprechen gebrochen? Sind Pläne oder Veranstaltungen geändert worden und du bist enttäuscht zurückgeblieben? Es tut weh, wenn Versprechen nicht gehalten werden, aber du wirst diese Art der Enttäuschung niemals bei Gott erleben. Sein Wort ändert sich nie. Er hält seine Versprechen immer.

    Merke

    »Treu ist, der euch beruft; er wird es auch tun.« 1. Thessalonicher 5,24

    Gott hält seine Versprechen!


aus: „Echt stark! 365 handfeste Andachten für dich“ (CV, Dillenburg);
Übernahme mit freundlicher Genehmigung.