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Tägliche Andacht

Jeden Tag bekommst Du hier eine kurze Geschichte zum Nachdenken.

  • 26. September

    Der gerechte Kampf

    Lies Psalm 76

    Mutter wusste, dass etwas nicht stimmte, als sie Henning und Lars auf dem Heimweg von der Schule um die Ecke kommen sah. Sie riss die Tür auf und rief: »Henning, deine neue Jacke ist ja ganz zerrissen und deine Brotdose ist zerbrochen. Was ist passiert?« »Ein paar große Jungen haben mir meine Brotdose weggenommen und versucht, mich zu verprügeln«, jammerte Henning. »Aber dann kam Lars und brachte sie dazu aufzuhören. Sie haben versucht, auch ihn zu verprügeln, aber er war größer als sie und hat sie verjagt.«

    Lars öffnete den Reißverschluss seiner Jacke. »Ich wollte nicht kämpfen, Mama«, sagte er, »aber ich musste es tun, weil sie Henning wehgetan haben. Ich versuchte ihnen zu sagen, dass sie aufhören sollen, aber sie wollten nicht hören. Manchmal muss man etwas tun, auch wenn man es gar nicht will.«

    Mutter nickte und half Henning aus seiner zerfetzten Kleidung. »Henning, gestern Abend hast du gefragt, warum es Kriege gibt«, erinnerte sie ihn. »Wir wissen, dass Krieg schlecht ist, aber genauso wie dein Bruder gegen diese Jungen kämpfen musste, die dir wehgetan hatten, muss manchmal ein Land gegen das Böse kämpfen, wenn anderen wehgetan wird. Lars hat gekämpft, weil er dich liebt; Soldaten kämpfen, weil sie ihr Land lieben. Aber weißt du, dass Gott in der Lage ist, überall Gutes herauszuholen - sogar aus einem Krieg?«

    »Wirklich?«, fragte Lars. »Wo steht das in der Bibel?« »In Psalm 76,11 steht, dass >selbst der Grimm des Menschen< Gott preisen wird«, erwiderte Mutter, während sie die zerrissene Jacke nahm und zur Nähmaschine ging. »Und in Römer 8,28 steht, dass >denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken<. Krieg bringt die Menschen häufig dazu, an Gott zu denken und zu bemerken, wie sehr sie ihn brauchen. Das ist gut.«

    Langsam nickte Lars. »Ich bin wirklich froh, in einem Land zu leben, in dem kein Krieg ist«, meinte er. »Ja«, stimmte Henning zu, »und ich bin froh, dass ich einen großen Bruder habe, der sich für mich schlägt!«

    Wie steht es mit dir?

    Liebst du dein Land und respektierst seine Regierung? Bist du froh über die Freiheit, die dir erlaubt, in die Gottesdienste zu gehen und deine Bibel zu studieren? Danke Gott für die Freiheit, der du dich erfreust, und bete für die Politiker deines Landes. Überlege dir, wie du heute Gott und deinem Land deine Liebe zeigen kannst.

    Merke

    »Denn selbst der Grimm des Menschen wird dich preisen.« Psalm 76,11

    Liebe Gott und dein Land!


aus: „Echt stark! 365 handfeste Andachten für dich“ (CV, Dillenburg);
Übernahme mit freundlicher Genehmigung.