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Tägliche Andacht

Jeden Tag bekommst Du hier eine kurze Geschichte zum Nachdenken.

  • 20. Oktober

    Ein guter Zuhörer

    Lies Psalm 46,1-11

    »Andrea macht mich verrückt«, verkündete Leslie, als sie ins Haus kam. »Wenn wir spielen, hört sie nie auf die Vorschläge anderer Kinder! Und im Unterricht tuschelt sie immer! Ich wünschte, sie wäre für eine Minute still!« »Nun, dann lass nicht zu, dass dich jemand vom Zuhören abhält, wenn deine Lehrerin redet«, riet Mutter ihr. »Zuhören ist deine Verantwortung.«

    Nach dem Abendessen war die Reihe an Leslie, einen Teil für die Familienandacht vorzulesen. Sie hetzte durch die Bibelverse, bevor sie mit einem schnellen Gebet endete. »Hat irgendjemand irgendwelche Fragen?«, wollte sie wissen, während sie auf dem Rand ihres Stuhls saß. »Wenn nicht, ich muss noch einen Telefonanruf erledigen.«

    »Das ging aber schnell«, meinte Vater. »Und ja, ich möchte euch noch einen Grund zum Danken und Loben mitteilen. Heute Morgen wusste ich in meinem Herzen, dass der Herr mir sagte, ich solle einem Mann auf der Arbeit etwas vergeben, das er über mich gesagt hatte. Ich habe darüber gebetet, und dann, als ich den Mann sah, sagte ich ihm, dass ich ihm vergeben habe. Es fiel mir nicht leicht, aber jetzt geht es mir viel besser. Ich bin dem Herrn dankbar dafür, dass er wegen dieser Angelegenheit so sanft zu meinem Herzen gesprochen hat und mir half, die Dinge richtig zu stellen.«

    »Wie spricht Gott denn?«, fragte Leslie. »Mit mir spricht er nie so.« »Kann es sein, dass du dir keine Zeit zum Zuhören nimmst?«, meinte Vater. »Ich höre zu!«, empörte sich Leslie. »Meine Lehrerin sagt, dass ich eine ihrer besten Zuhörerinnen bin.« »In der Schule bist du vielleicht eine gute Zuhörerin«, sagte Mutter ihr, »aber hörst du auch wirklich zu, wenn Gott dir etwas sagen will?«

    »Nimm diesen Abend zum Beispiel«, meinte Vater. »Du bist durch die Bibellese und das Gebet gerast, ohne dass du die geringste Chance hattest, Gottes Botschaft für dich zu hören. Du musst über das, was du liest, nachsinnen - sorgfältig darüber nachdenken. Dann bitte Gott, dir dabei zu helfen, dass du weißt, wie und wo du es in deinem Leben anwenden sollst.«

    »Erinnerst du dich, wie du dir gewünscht hast, deine Freundin Andrea könne für eine Minute still sein?«, warf Mutter ein. »Ich glaube, Gott hätte es gern, wenn auch du still wärst und ihm zuhörtest.«

    Wie steht es mit dir?

    Bist du ein guter Zuhörer, wenn andere reden? Vergewissere dich, dass du dir auch Zeit nimmst, Gott zuzuhören. Lies die Bibel - und lies sie nochmals. Meditiere (denke nach) über das, was sie sagt, und sei still genug, um Gott zuzuhören.

    Merke

    »Lasst ab und erkennt, dass ich Gott bin; ich werde erhöht sein unter den Nationen, erhöht auf der Erde.« Psalm 46,11

    Höre Gott zu!


aus: „Echt stark! 365 handfeste Andachten für dich“ (CV, Dillenburg);
Übernahme mit freundlicher Genehmigung.