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Tägliche Andacht

Jeden Tag bekommst Du hier eine kurze Geschichte zum Nachdenken.

  • 20. September

    Grits Geschenk

    Lies Matthäus 25,14-29

    »Ich will nicht, das ist alles«, sagte Grit ungeduldig, als Mutter sie daran erinnerte, dass Gott sich freuen würde, wenn sie ihr Musiktalent für ihn einsetzt. »Kann ich spielen gehen?« Mutter nickte und Grit sprang auf. »Komm' schon, Fritz«, rief sie dem Hund zu, »lass uns nach draußen laufen.« Sie war es leid, dass die Leute sie zu überreden versuchten, bei der Gemeindefeier Flöte zu spielen.

    Als Grit die Hintertür öffnete, jagte Fritz in den Garten hinaus. Dann lief er zu Grit zurück. Spielerisch sprang er hoch, bevor er wieder durch den Garten jagte. Schließlich blieb er neben seinem Lieblingsbaum stehen und schnüffelte am Boden. »Komm spielen«, rief Grit und hob einen Ball auf. Aber Fritz grub mit seinen Vorderpfoten und seiner Nase im Boden herum. »Hör auf zu buddeln und komm spielen!«, befahl Grit noch einmal und ging auf den Hund zu. Aber Fritz hatte einen Knochen ausgegraben und lag fröhlich darauf kauend da. »Dummer Hund«, meinte Grit.

    Sie setzte sich neben ihn auf den Boden und streichelte seinen Rücken. »Fritz hat heute einen Knochen ausgegraben und damit gespielt und dann hat er ihn wieder eingebuddelt«, erzählte Grit ihrer Mutter, als sie mit Fritz hereinkam. »Warum vergraben Hunde Knochen?« »Das weiß ich gar nicht so genau«, antwortete Mutter. »Du bist halt dumm, Fritz«, sagte Grit zu ihrem Hund. »Wenn ich etwas Gutes habe, dann verstecke ich es doch nicht.«

    »Bist du dir dessen sicher?«, fragte Mutter. »Ich weiß von einem Geschenk, das du herausholst, um damit zu deinem eigenen Vergnügen zu spielen, aber dann versteckst du es wieder, wenn du damit fertig bist - genau wie Fritz.« Grit war verblüfft. »Ich spreche von deinem Geschenk von Gott, deiner Fähigkeit, so gut Flöte zu spielen«, erklärte Mutter.

    Grit bekam ein rotes Gesicht. »Das ist etwas anderes als das, was ich wegen Fritz meinte«, protestierte sie. »Ja, das ist es«, stimmte Mutter zu. »Ein Hundeknochen ist für andere kein Segen, so wie es die Musik deiner Flöte wäre. Wir haben Fritz den Knochen zu seinem eigenen Vergnügen geschenkt und damit seine Zähne kräftiger werden. Aber Gott hat dir ein Talent geschenkt, um ihm damit zu dienen und ihn zu verherrlichen. Du versteckst etwas, von dem Gott will, dass du es mit anderen teilst.«

    Wie steht es mit dir?

    Hast du ein Talent oder eine Fähigkeit »vergraben«, also geheim gehalten? Gott segnet uns mit Geschenken, damit wir sie zu seiner Herrlichkeit gebrauchen. Wenn wir Gott mit unseren Talenten ehren, dann wird er uns ebenfalls ehren. Gebrauche deine Talente für ihn.

    Merke

    »Niemand aber, der eine Lampe angezündet hat, bedeckt sie mit einem Gefäß oder stellt sie unter ein Bett, sondern er stellt sie auf ein Lampengestell, damit die Hereinkommenden das Licht sehen.« Lukas 8,16

    Teile deine Talente mit anderen!


aus: „Echt stark! 365 handfeste Andachten für dich“ (CV, Dillenburg);
Übernahme mit freundlicher Genehmigung.