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Tägliche Andacht

Jeden Tag bekommst Du hier eine kurze Geschichte zum Nachdenken.

  • 28. Januar

    Segne jeden

    Lies Nehemia 1,4-11

    »Gott segne jeden. Amen«, betete Carla. Sie öffnete ihre Augen und sah ein leichtes Runzeln auf der Stirn ihrer Mutter.

    »Was meinst du mit >Gott segne jeden<?«

    »Nun«, sagte Carla, »ich meine Oma, Sven, meine Freunde, meinen Sonntagsschullehrer, die Missionare - jeden.«

    »Was möchtest du denn, das Gott für sie tut?«, fragte Mutter.

    »Dass er sie segnet«, meinte Carla. »Du weißt schon - Oma braucht Hilfe für ihre Augen und Sven hat Schlafstörungen. Solche Dinge.«

    »Warum erzählst du Gott dann nicht von diesen Dingen?«, fragte Mutter.

    Carla zuckte ihre Achseln. »Ich weiß nicht«, sagte sie. »Ich denke, es ist einfacher >Segne jeden< zu sagen. Gott weiß, was ich meine.«

    An diesem Nachmittag gingen Mutter und Carla einkaufen. »Würden Sie meiner Tochter bitte etwas zum Anziehen zeigen?«, bat Mutter eine Verkäuferin.

    »Einen Mantel?«, fragte die Verkäuferin, »Jeans? Tops?«

    »Nur etwas zum Anziehen«, antwortete Mutter.

    »Ich brauche ein rotes Sweatshirt«, sagte Carla schnell, »und ich brauche ein Paar Jeans.« Sie nannte der Verkäuferin ihre Größe und bald darauf war sie in der Umkleidekabine verschwunden.

    »Warum hast du das getan?«, fragte Carla, während sie die Sachen anprobierte. »Das war so peinlich! Warum hast du nicht gesagt, was ich brauche?«

    »Es war so viel schneller und einfacher, nicht ins Detail zu gehen«, antwortete Mutter. Carla schaute sie skeptisch an. »Ich dachte, du wüsstest das«, fügte Mutter hinzu. Carla sah immer noch verwirrt aus, daher erklärte Mutter es ihr: »Ich denke an deine schnellen >Gott-segne-jeden-Gebete<.«

    Sie gab Carla ein anderes Sweat-Shirt zum Anprobieren. »Ich wollte, dass du siehst, wie wichtig eine vollständige Kommunikation ist. Nimm dir Zeit, wenn du zu Gott sprichst; sage ihm genau, für wen du betest und um welche Anliegen es sich handelt. Dies wird dir außerdem erkennen helfen, wenn die einzelnen Gebete erhört worden sind.«

    Wie steht es mit dir?

    Bist du in deinen Gebeten zu Gott genau oder huschst du durch deine Gebete? Nimm dir Zeit, mit ihm zu sprechen! Es stimmt, dass Gott weiß, was du brauchst, noch bevor du ihn darum bittest; aber er möchte, dass du mit ihm sprichst, indem du mit ihm über all deine Bedürfnisse redest und über das, was dich froh macht.

    Merke

    »Seid um nichts besorgt, sondern lasst in allem durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden.« Philipper 4,6

    Formuliere deine Gebete klar und deutlich!


aus: „Echt stark! 365 handfeste Andachten für dich“ (CV, Dillenburg);
Übernahme mit freundlicher Genehmigung.