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Tägliche Andacht

Jeden Tag bekommst Du hier eine kurze Geschichte zum Nachdenken.

  • 23. August

    Die Brieftaube

    Lies 1. Korinther 3,11-15; Jakobus 1,27

    Raimund stand da und starrte in den Himmel. »Wonach suchst du?«, fragte sein Freund Dominik, als er zu Raimund hinüberging. »Ich sehe nichts Ungewöhnliches.« »Ich halte Ausschau nach Bettina«, antwortete Raimund. »Das ist meine Brieftaube«, fügte er hinzu, als er Dominiks verdutzten Blick sah. »Wir haben sie auf kurze Flüge trainiert, seit sie klein war. Dies wird ihr bisher längster Flug sein - beinahe fünfhundert Kilometer. Meine Tante hat Bettina zu sich nach Hause genommen und wollte sie heute Morgen freilassen.« »Du erwartest doch nicht etwa, dass der Vogel fast fünfhundert Kilometer an einem Tag fliegt, oder?«, staunte Dominik. »Das ist unmöglich!« Raimund schüttelte seinen Kopf. »Nein, ist es nicht. Brieftauben können achtzig bis hundert Kilometer pro Stunde fliegen. Sie wird es heute schaffen.«

    Er zeigte in den Himmel. »Ich wette, das ist sie jetzt!«, rief er. Tatsächlich, ein Vogel kam näher und näher. »Sie ist zu Hause! Hurra!« Bettina schwebte auf Raimunds wartende Hand herab. Er setzte sie in ihren Käfig, wo eine große Mahlzeit und etwas Wasser auf sie warteten. Raimund schaute sie sich genau an, während sie fraß. »Guter Vogel!«, lobte er. »Du hast unterwegs noch nicht einmal angehalten.« Dominik hob seine Augenbrauen an: »Woher willst du denn das wissen?«, fragte er. »Du warst doch nicht dabei.« »Ich weiß es, denn ihre Füße sind sauber; es ist weder Schmutz noch Schlamm und auch kein Gras an ihnen«, erwiderte Raimund.

    Genau in dem Moment kam Raimunds Vater nach Hause und die Jungen erzählten ihm von Bettina. »Sie wird eine gute Brieftaube sein«, meinte Raimund, »sie kam sauber zurück.« Vater wurde nachdenklich. »Wisst ihr, Jungs«, meinte er, »wir sind den Brieftauben ähnlich. Wir sind auf unserem Heimweg in den Himmel. Auch wir müssen sauber ankommen. Versteht ihr, was ich meine?«

    »Ich denke, ja, Vati«, antwortete Raimund. »Wenn wir mit der Sünde herumspielen, werden wir schmutzig. Ist es das?« Vater nickte. »Wenn das passiert, muss man seine Sünde schnell bekennen und sie aufgeben, aber besser ist es, überhaupt nicht mit ihr herumzuspielen. Denke an Bettina, wenn du versucht bist, das Falsche zu tun.«

    Wie steht es mit dir?

    Hältst du dich rein und unbefleckt von der Sünde, während du auf deinem Weg in den Himmel bist? Obwohl du errettet bist, will die Sünde dich deines Lohnes berauben und beschämen. Bekenne deine Sünde, kehre dich von ihr ab und bitte den Herrn, dir zu helfen, anständig und rein zu bleiben.

    Merke

    »Bewahre dich selbst rein.« 1. Timotheus 5,22

    Betrete den Himmel rein!


aus: „Echt stark! 365 handfeste Andachten für dich“ (CV, Dillenburg);
Übernahme mit freundlicher Genehmigung.