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Tägliche Andacht

Jeden Tag bekommst Du hier eine kurze Geschichte zum Nachdenken.

  • 29. Juni

    Brückenbau

    Lies Lukas 10,29-37

    Frank und sein Freund Marc betrachteten den Bach, der durch die Felder in der Nähe ihrer Häuser floss. Sie überlegten, wie sie eine Brücke über ihn bauen könnten. »Ich wette, mein Vater hat ein Brett, das wir gebrauchen können«, meinte Marc. Die beiden Jungen liefen zum Schuppen in Marcs Garten und fanden ein großes Brett. Sie schleppten es zum Bach, hoben es an und gaben ihm einen Schubs in der Hoffnung, es würde mit beiden Enden auf trockenem Boden landen. Platsch! Ein Ende verfehlte sein Ziel.

    »Ich glaube, mit diesem Brett geht es nicht«, meinte Frank. »Sieh mal, wie es in der Mitte absackt.« Er schaute auf seine Uhr und sagte: »Ich muss bald zu Hause sein. Lass uns morgen weiter daran arbeiten. Ich werde meine Eltern fragen, ob sie Vorschläge für den Brückenbau haben.« Die Jungen lehnten das Brett zum Trocknen an die Außenseite des Schuppens und dann ging Frank nach Hause.

    Mutter begrüßte Frank an der Tür und sagte: »Ich bin froh, dass du etwas früher daheim bist. Die Habibs kommen heute zum Abendessen.« »Nicht die!«, stöhnte Frank. Er mochte diese neuen Nachbarn nicht. Sie sprachen kein gutes Deutsch, und der Junge, der in seinem Alter war, verhielt sich nicht so wie andere Jungen. Frank konnte seinen Namen immer noch nicht aussprechen. »Vielleicht kann ich bei Marc essen«, meinte er. »Wir bauen eine Brücke.«

    »Du wirst hier essen«, sagte Mutter bestimmt und war enttäuscht über die Einstellung ihres Sohnes. »Es wird dir gut tun, etwas mehr über eine andere Kultur zu lernen.« »Ich denke nicht, dass die Habibs an Gott glauben«, meinte Frank. Er war sich ganz sicher, dass ihm dieser Kommentar bei seiner Mutter einen Pluspunkt einbringen würde. »Vielleicht nicht«, meinte Mutter, »aber die Chance, dass sie ihn kennenlernen, ist umso größer, wenn wir Gottes Liebe heute Abend mit ihnen teilen.«

    »Sie sind so seltsam, Mama«, klagte Frank. »Sie sind nicht seltsam«, sagte Mutter. »Sie erscheinen uns fremd, genauso, wie wir ihnen fremd erscheinen.« Nachdenklich schaute sie Frank an. »Ich dachte, du wärst am Brückenbau interessiert«, fügte sie hinzu. »Das bin ich.« Frank nickte. »Es ist eine richtige Herausforderung.« »Dann lass uns heute Abend hier eine bauen, indem wir alle uns zur Verfügung stehenden Mittel benutzen, andere Menschen zu erreichen«, schlug Mutter vor. »Nun geh und wasch dich zum Essen.«

    Wie steht es mit dir?

    Wenn du Menschen siehst, die anders sind als du, bleibst du ihnen dann fern oder baust du mit der Liebe Jesu eine »Brücke«? Er liebt alle Menschen auf der Welt. Er will diese Liebe durch dich zeigen.

    Merke

    »Deshalb nehmt einander auf, wie auch der Christus euch aufgenommen hat, zu Gottes Herrlichkeit.« Römer 15,7

    Erreiche andere Menschen mit Jesu Liebe!


aus: „Echt stark! 365 handfeste Andachten für dich“ (CV, Dillenburg);
Übernahme mit freundlicher Genehmigung.